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	<title>basta ! &#187; Abschiebung</title>
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	<description>offenes aktionsbündnis wuppertal</description>
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		<title>Sammelabschiebung: Zeugen unerwünscht</title>
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		<pubDate>Tue, 07 Feb 2012 13:08:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Oscar</dc:creator>
				<category><![CDATA[Dokumentiert]]></category>
		<category><![CDATA[Abschiebung]]></category>
		<category><![CDATA[Demonstration]]></category>
		<category><![CDATA[Düsseldorf]]></category>
		<category><![CDATA[Flughafen]]></category>
		<category><![CDATA[Protest]]></category>
		<category><![CDATA[Webcam]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Düsseldorfer Flughafen ist eine zentrale Abschiebeinstitution in Deutschland. Auch am heutigen Dienstag startete wieder ein Frontex-Sammelabschiebe-Charterflug von Düsseldorf International. An Bord: Roma, die ins Kosovo abgeschoben wurden, aus Niedersachsen und NRW. Trotz Wintererlass. Trotz minus 35°C. Trotz Kältekatastrophen-Alarm im Kosovo.
<br /><br />
Etwa 70 Menschen demonstrierten dagegen im Flughafen - sehr zum Ärger der Behörden und des Flughafen-Managements. Werden Sammelabschiebungen doch organisiert, um Öffentlichkeit zu vermeiden. Nachdem die Proteste ins Blickfeld der airporteigenen Webcams geraten waren, wurden diese jedenfalls abgeschaltet. Zufall?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="pf-content"><p>Der Düsseldorfer Flughafen, der auch für Menschen aus Wuppertal und Umgebung immer noch wichtigster Startpunkt von Reisen zu fast jedem Ort der Erde und Symbol grenzenloser Bewegungsfreiheit ist, ist auch ein wichtiger Baustein des deutschen und europäischen Abschiebesystems.</p>
<p>Von hier aus werden im Schnitt drei Menschen täglich in eine ungewisse und oft lebensgefährliche Situation deportiert. Um die Abschiebungen von einer möglicherweise empörten oder solidarischen Öffentlichkeit abzuschirmen, finden diese meist frühmorgens statt. Und immer öfter auch als sogenannte Sammelabschiebung, mit der in einem eigens gecharterten Flieger bis zu einhundert Menschen gleichzeitg gegen ihren Willen aus dem Land gebracht wrden können. Von den bis zu 60.000 Euro teuren Charterflügen profitiert in Düsseldorf hauptsächlich die Journalistenrabatt- und Urlaubs-Airline «Air Berlin», die sich für das Geschäft mit dem Schicksal von Menschen nicht zu schade ist.</p>
<p>Um das Aufsehen um die Rolle von Düsseldorf International bei Deportationen möglichst gering zu halten, werden alle Register gezogen, so werden die oft zu nächtlicher Zeit aus ihrem Schlaf gerissenen Flüchtlinge regelmäßig an einem schlecht einsehbaren, entlegenen Gate des Flughafens zur Maschine gebracht – ohne Möglichkeit zu einer Kontaktaufnahme von außen.</p>
<p>Dennoch versuchen Aktivisten und Aktivistinnen bei jeder Sammelabschiebung die schreckliche Normalität des Reisegeschäfts zu stören und Reisende auf die laufende Abschiebung aufmerksam zu machen. Auch heute demonstrierten etwa 70 Menschen gegen eine Abschiebung von Roma ins Kosovo, die stattfand, obwohl für NRW ein Wintererlass gilt. Der soll eigentlich verhindern, dass Menschen in Eiseskälte abgeschoben werden. &#8230;im Kosovo wurde aufgrund der Temperaturen gerade der Katastrophenzustand ausgerufen&#8230;</p>
<p><iframe src="http://www.youtube.com/embed/uaU9MHv7U0Q?rel=0" frameborder="0" width="470" height="269"></iframe></p>
<p>Die Demonstration im Terminal wurde dabei kurz von der Webcam des Flughafens erfasst – die Öffentlichkeit war für einen Moment hergestellt. Kaum waren die Protestierenden jedoch durchs Blickfeld der Kamera gelaufen, gingen sämtliche Webcams des Airports vom Netz. Sammelabschiebung? Zeugen unerwünscht!</p>
<p><a href="http://basta-wuppertal.de/basta/wp-content/uploads/2012/02/off.jpg" rel="lightbox[2511]" title="off"><img class="aligncenter size-medium wp-image-2512" title="off" src="http://basta-wuppertal.de/basta/wp-content/uploads/2012/02/off-470x235.jpg" alt="" width="470" height="235" /></a></p>
<p><strong>UPDATE:</strong> <em>Bereits in der kommenden Woche soll dem Vernehmen nach eine weitere Sammelabschiebung von Düsseldorf International aus stattfinden. Termin: Nächsten Dienstag, Zielflughafen: Belgrad. Lasst uns zahlreich nach Düsseldorf fahren und unsere Solidarität mit den Abgeschobenen zeigen. Jetzt den Druck auf Landesregierung und Flugahafenbetreiber erhöhen!</em></p>
<p><em>In der Maschine, die heute morgen von Düsseldorf aus abhob, befanden sich angeblich 16 Menschen, davon 7 aus NRW.</em><em> Es war ein «Air Berlin»-Charterflug, der wohl für 70-75 Personen gebucht war.</em></p>
</div><div class="tweetthis" style="text-align:left;"><p> <a target="_blank" rel="nofollow" class="tt" href="http://twitter.com/intent/tweet?text=basta+%21+Sammelabschiebung%3A+Zeugen+unerw%C3%BCnscht+http%3A%2F%2Fis.gd%2FeCw5cj" title="Post to Twitter"><img class="nothumb" src="http://basta-wuppertal.de/basta/wp-content/plugins/tweet-this/icons/de/twitter/tt-twitter-micro3.png" alt="Post to Twitter" /></a> <a target="_blank" rel="nofollow" class="tt" href="http://delicious.com/post?url=http://basta-wuppertal.de/2012/02/sammelabschiebung-zeugen-unerwunscht/&amp;title=Sammelabschiebung%3A+Zeugen+unerw%C3%BCnscht" title="Post to Delicious"><img class="nothumb" src="http://basta-wuppertal.de/basta/wp-content/plugins/tweet-this/icons/en/delicious/tt-delicious-micro3.png" alt="Post to Delicious" /></a> <a target="_blank" rel="nofollow" class="tt" href="http://www.facebook.com/share.php?u=http://basta-wuppertal.de/2012/02/sammelabschiebung-zeugen-unerwunscht/&amp;t=Sammelabschiebung%3A+Zeugen+unerw%C3%BCnscht" title="Post to Facebook"><img class="nothumb" src="http://basta-wuppertal.de/basta/wp-content/plugins/tweet-this/icons/en/facebook/tt-facebook-micro3.png" alt="Post to Facebook" /></a> <a target="_blank" rel="nofollow" class="tt" href="http://stumbleupon.com/submit?url=http://basta-wuppertal.de/2012/02/sammelabschiebung-zeugen-unerwunscht/&amp;title=Sammelabschiebung%3A+Zeugen+unerw%C3%BCnscht" title="Post to StumbleUpon"><img class="nothumb" src="http://basta-wuppertal.de/basta/wp-content/plugins/tweet-this/icons/en/su/tt-su-micro3.png" alt="Post to StumbleUpon" /></a></p></div>]]></content:encoded>
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		<title>Der neue basta.rd Radio-Podcast ist da.</title>
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		<pubDate>Fri, 03 Jun 2011 14:42:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Dokumentiert]]></category>
		<category><![CDATA[Freiraum]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur+Unkultur]]></category>
		<category><![CDATA[Soziales+Stadt]]></category>
		<category><![CDATA[1.Mai]]></category>
		<category><![CDATA[Abschiebung]]></category>
		<category><![CDATA[basta.rd]]></category>
		<category><![CDATA[Cafe ADA]]></category>
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		<category><![CDATA[Radio]]></category>
		<category><![CDATA[Rebel Diaz]]></category>
		<category><![CDATA[Recht auf Stadt]]></category>

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		<description><![CDATA[Und wieder gibt es zwei Stunden Bewegungsradio aus Wuppertal und Umgebung. Nachdem wir auf monatliche Erscheinungsweise umgestellt haben, findet ihr folgende Themen in unserem basta.rd 004:<br /><br />
Wir blicken nochmal auf das Wochenende zum 1.Mai zurück und auf den Recht-auf-Stadt Kongress an diesem Wochenende in Hamburg voraus. Wir waren mit unseren internationalen Freunden beim Infoabend mit Konzert von Rebel Diaz und Queese IMC im Café ADA  und haben gegen die erneute Sammelabschiebung vom Düsseldorfer Flughafen protestiert. Dazu, wie immer, O-Töne und Musik.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="pf-content"><p>Ab sofort erscheint das Wuppertaler Bewegungsradio basta.rd nur noch einmal monatlich. Ausserdem werden wir in Zukunft die zwei Stunden in zwei Dateien packen – zum freundlicheren Hören und Downloaden. Im ersten monatlichen basta.rd geht es um folgende Themen:</p>
<p>Wir blicken nochmal auf das Wochenende zum 1.Mai zurück und auf den Recht-auf-Stadt Kongress an diesem Wochenende in Hamburg voraus. Wir waren mit unseren internationalen Freunden beim Infoabend mit Konzert von Rebel Diaz aus New York und Queese IMC aus Los Angeles im Café ADA  und haben gegen die erneute Sammelabschiebung vom Düsseldorfer Flughafen protestiert. Dazu, wie immer, O-Töne und Musik.</p>
<p><b><a href="http://basta-wuppertal.de/audio/podcast/basta.rd_004_Teil-1.mp3">Teil 1: 1. Mai; Recht-auf-Stadt Kongress in Hamburg</a><br /><a href="http://basta-wuppertal.de/audio/podcast/basta.rd_004_Teil-2.mp3">Teil 2: Rebel Diaz im ADA und die Abschiebezentrale Flughafen DUS</a></b></p>
<p><script src="http://mediaplayer.yahoo.com/js" type="text/javascript"></script></p>
</div><div class="tweetthis" style="text-align:left;"><p> <a target="_blank" rel="nofollow" class="tt" href="http://twitter.com/intent/tweet?text=basta+%21+Der+neue+basta.rd+Radio-Podcast+ist+da.+http%3A%2F%2Fis.gd%2Fh3Ny6c" title="Post to Twitter"><img class="nothumb" src="http://basta-wuppertal.de/basta/wp-content/plugins/tweet-this/icons/de/twitter/tt-twitter-micro3.png" alt="Post to Twitter" /></a> <a target="_blank" rel="nofollow" class="tt" href="http://delicious.com/post?url=http://basta-wuppertal.de/2011/06/der-neue-basta-rd-radio-podcast-ist-da/&amp;title=Der+neue+basta.rd+Radio-Podcast+ist+da." title="Post to Delicious"><img class="nothumb" src="http://basta-wuppertal.de/basta/wp-content/plugins/tweet-this/icons/en/delicious/tt-delicious-micro3.png" alt="Post to Delicious" /></a> <a target="_blank" rel="nofollow" class="tt" href="http://www.facebook.com/share.php?u=http://basta-wuppertal.de/2011/06/der-neue-basta-rd-radio-podcast-ist-da/&amp;t=Der+neue+basta.rd+Radio-Podcast+ist+da." title="Post to Facebook"><img class="nothumb" src="http://basta-wuppertal.de/basta/wp-content/plugins/tweet-this/icons/en/facebook/tt-facebook-micro3.png" alt="Post to Facebook" /></a> <a target="_blank" rel="nofollow" class="tt" href="http://stumbleupon.com/submit?url=http://basta-wuppertal.de/2011/06/der-neue-basta-rd-radio-podcast-ist-da/&amp;title=Der+neue+basta.rd+Radio-Podcast+ist+da." title="Post to StumbleUpon"><img class="nothumb" src="http://basta-wuppertal.de/basta/wp-content/plugins/tweet-this/icons/en/su/tt-su-micro3.png" alt="Post to StumbleUpon" /></a></p></div>]]></content:encoded>
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		<title>Sammelabschiebungen stoppen!</title>
		<link>http://basta-wuppertal.de/2011/04/sammelabschiebungen-stoppen/</link>
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		<pubDate>Fri, 01 Apr 2011 15:02:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Oscar</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Freiraum]]></category>
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		<category><![CDATA[Abschiebung]]></category>
		<category><![CDATA[Düsseldorf]]></category>
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		<description><![CDATA[<i>Zur geplanten Verschleppung von Mitbürger_innen.</i>
<br /><br />
Nächste und übernächste Woche beabsichtigt das Land NRW erneut Sammelabschiebungen von Flüchtlingen ins Kosovo, nach Serbien und Mazedonien durchzuführen. Die Abschiebung von Minderheiten in die Nachfolgestaaten Jugoslawiens ist ein Skandal im Skandal. Unterstützergruppen rufen zur Demonstration gegen die Sammelabschiebungen auf – Dienstag, den 05.04 um 10 Uhr und eine Woche später, Dienstag, den 12.04., und Donnerstag, den 14.04., jeweils am Düsseldorfer Flughafen.
<br /><br />
<b>Kein Mensch ist illegal !</b>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="pf-content"><p><em>Nächste und übernächste Woche beabsichtigt das Land NRW Sammelabschiebungen von Flüchtlingen ins Kosovo, nach Serbien und Mazedonien durchzuführen. Die Abschiebung von Minderheiten in die Nachfolgestaaten Jugoslawiens ist ein Skandal im Skandal. Unterstützergruppen rufen zur Demonstration gegen die Sammelabschiebungen auf – Dienstag, den 05.04 um 10 Uhr und eine Woche später, Dienstag, den 12.04., und Donnerstag, den 14.04. – jeweils am Düsseldorfer Flughafen.</em></p>
<p>Wenn auf der Welt Katastrophen passieren, oder Menschen wahrnehmbar unter Kriegen in ihrer Heimat zu leiden haben, ist die Anteilnahme in Deutschland zumeist sehr gross. Bei Spendengalas reichen sich B- und C-Promis das Mikro von einer Hand in die andere, und die grinsenden Masken der öffentlich-rechtlichen Fernsehanstalten kriegen sich vor lauter neu eingesammelten Rekordspendensummen gar nicht mehr ein. Selbst solch monströse Trickbetrüger wie AWD-Maschmeyer, denen ansonsten Einzelschicksale am Arsch vorbeigehen, lassen sich anlässlich der letztbesten Naturkatastrophe nicht lumpen, und zücken öffentlichkeitswirksam einen Scheck, mit dem sie einen Bruchteil ihres ergaunerten Vermögens an &#8220;die Notleidenden&#8221; abgeben.</p>
<p>Bedingung der öffentlichen Anteilnahme ist jedoch, dass die Betroffenen da bleiben, wo sie sind. Weit weg. Nicht in unserer Realität, sondern in unserem TV-Gerät. Bloss nicht zu nah an unserem kleinen, zusammengelogenen Dasein, das nur viel zu häufig ursächlich mit dem im Fernsehen gezeigten Leiden der Menschen zusammenhängt. Bleiben Menschen, die vor Krieg, Unglück oder auch einfacher wirtschaftlicher Not aus ihrer Heimat fliehen müssen, nicht auf Distanz, sondern kommen auf mörderischen Wegen und unter Inkaufnahme von Totalverlusten an sozialen Beziehungen und Lebensentwürfen zu uns, ist Schluss mit Barmherzigkeit, Empathie und Anteilnahme.</p>
<p>Im besten Fall werden die Menschen, die mit einer Erwartung an ein menschliches, demokratisches Deutschland zu uns gekommen sind, vergessen, im schlechtesten Fall werden sie schonmal erschlagen und verfolgt. Über die unerträglichen Bedingungen, unter denen diese Menschen hier eingesperrt und aufbewahrt werden, wollen die meisten von uns nichts wissen. Furchtbar bereitwillig wird das Märchen von &#8220;unbelehrbaren Integrationsunwilligen&#8221; und vom &#8220;Wohlstandsflüchtling&#8221; – an sich schon ein furchtbares Unwort – geglaubt.</p>
<p>Arbeitsverbote, eingeschränkte Bewegungsfreiheit, fehlender Sprachunterricht und gewollte soziale Ausgrenzung werden ignoriert. Und gerne registriert der gemeine deutsche Bürger und die gemeine deutsche Bürgerin offizielle Verlautbarungen zu &#8220;sicheren Drittländern&#8221; oder von &#8220;Verbesserungen der Lage&#8221; im Herkunftsland, obwohl diese oft von niemandem ausser den deutschen Behörden festgestellt werden kann.</p>
<p>Keine NGO-Beurteilung, keine UNESCO-Statistik und keine Zeugenaussage kann an einmal festgestellten Gründen für eine mögliche Abschiebung etwas ändern. Gnadenlos werden in der Folge Familien, Männer, Frauen, Kinder, Alte und Junge, teilweise auch in Deutschland geborene und aufgewachsene Menschen, aus ihrem temporären Zuhause verschleppt, inhaftiert und gegen ihren Willen in gecharteten Fliegern ausser Landes verbracht. Oftmals in eine völlig ungewisse Zukunft, ohne weitere Schulausbildung, ohne Zugang zur notwendigen Grundversorgung und auch ohne jeden Schutz vor weiterer Verfolgung. Teilweise verbringen deutsche Behörden Flüchtlinge direkt zu ihren Folterern, die sich über die frei Haus gelieferte politische Häftlingsfracht freuen. Dass die so Abgeschobenen im Anschluss auch noch die Kosten für die eigene Abschiebung und Charter tragen müssen, ist nur die Krönung des menschenverachtenden Systems. Alles das ist eigentlich bekannt. Es ist hinreichend dokumentiert. Und doch hält sich das Interesse der deutschen Öffentlichkeit in Grenzen, die genauso eng sind, wie die der EU.</p>
<p>Und wäre dann noch eine Auseinandersetzung mit der deutschen Geschichte notwendig, wie bei Angehörigen der Roma und Sinti-Volksgruppen, die bereits zum zweiten Mal in Deutschland über Nacht aus ihren Wohnungen geholt und in Lager abtransportiert werden, schlägt das Desinteresse schnell in offenen Rassismus um. Es ist der Landtagsfraktion der LINKEN zu danken, dass die Thematisierung des behördlichen Umgangs mit einer Opfergruppe Nazi-Deutschlands überhaupt einmal den Weg in den Landtag Nordrhein-Westfalens gefunden hat. (<strong><a href="http://basta-wuppertal.de/basta/wp-content/uploads/2011/04/MMD15-1490_Kontingentregelung.pdf">Download: Antrag der Fraktion im Landtag als pdf-Datei</a></strong>) Die behördliche Behandlung der massenhaft während der Nazizeit von Deutschen umgebrachten Angehörigen der Roma und Sinti ist ein Skandal im Skandal der Diskrimierung von Flüchtlingen. Anstatt den von Deutschen verfolgten und vernichteten Menschen zu helfen, kollaborieren deutsche Behörden erneut mit deren Verfolgern.</p>
<p>Auf Inititive der LINKEN und der neuen Landesregierung, wurde Anfang Dezember vergangenen Jahres wenigstens ein Abschiebestopp für Minderheitsangehörige in einzelne Staaten Ex-Jugoslawiens ausgesprochen. Dies geschah im Hinblick auf die winterlichen Temperaturen aus &#8220;humanitären Gründen&#8221;. Für die betroffenen Menschen bedeutete dieser &#8220;Wintererlass&#8221; einen kleinen Aufschub vor dem Abtransport in abolut unwürdige Lebensumstände, vor Verfolgung durch die jeweilige Bevölkerungsmehrheit und vor rassistischer Diskriminierung und Gewalt.</p>
<p>Gestern ist dieser Wintererlass ausgelaufen – ohne dass sich an den Gegebenheiten in den Nachfolgestaaten Jugoslawiens etwas geändert hätte. Und nur fünf Tage nach Auslaufen der Verschonung soll nun endlich in aller Eile das nachgeholt werden, was den Ausländerbehörden im letzten Jahr untersagt wurde: Die massenweise Rückführung von Flüchtlingen in die Umstände, vor denen sie fliehen mussten. Am Dienstag, den 05.04. sollen die ersten Flüchtlinge von Düsseldorf aus mit einem Sammelcharter zurück nach Serbien und in den Kosovo gebracht werden. Eine Woche später werden die nächsten Flieger abheben. Das kann nicht einfach hingenommen werden.</p>
<p>Voraussichtlich wird sich die Verschleppung von Mitbürger_innen, die niemand als solche wahrnehmen will, die aber dennoch zu Wuppertal, zu Remscheid, zu Köln oder Bielefeld gehören wie alle anderen auch, nicht aufhalten lassen. Durch eine zahlreiche Teilnahme an den Demonstrationen kann jedoch zumindest die Solidarität mit den in Elend und Verfolgung zurückgeschickten Mitmenschen gezeigt werden. Und vielleicht führt eine spürbare, grosse Anteilnahme, die sich einmal nicht auf die Überweisung einiger Kröten auf ein Spendenkonto beschränkt, mittelfristig doch zu einem Umdenken bei Politik und Behörden. Wenigstens aber kann das Engagement dazu führen, zukünftig nicht mehr auf der Flucht vor dem eigenen schlechten Gewissen weghören zu müssen, wenn einmal Flüchtlingsschicksale die ebenfalls existierenden medialen Aufmerksamkeitsgrenzen überwinden.</p>
<p>Beteiligt euch an den Demonstrationen gegen die Sammelabschiebung am Düsseldorfer Flughafen: Dienstag, den 05.04. um 10 Uhr und zu den Folgeflügen: Dienstag, 12.04 und am Donnerstag, 14.04.</p>
<p><strong>Solidarität muss praktisch werden</strong></p>
<p><strong><a href="http://basta-wuppertal.de/basta/wp-content/uploads/2011/04/Aufruf.pdf">Download: Aufruf</a> </strong>(als pdf-Datei)<strong></strong></p>
<p><strong><a href="http://basta-wuppertal.de/basta/wp-content/uploads/2011/04/flughafen.jpg" rel="lightbox[2225]" title="flughafen"><img class="aligncenter size-full wp-image-2228" title="flughafen" src="http://basta-wuppertal.de/basta/wp-content/uploads/2011/04/flughafen.jpg" alt="" width="450" height="566" /></a><br />
</strong></p>
</div><div class="tweetthis" style="text-align:left;"><p> <a target="_blank" rel="nofollow" class="tt" href="http://twitter.com/intent/tweet?text=basta+%21+Sammelabschiebungen+stoppen%21+http%3A%2F%2Fis.gd%2FvCzFag" title="Post to Twitter"><img class="nothumb" src="http://basta-wuppertal.de/basta/wp-content/plugins/tweet-this/icons/de/twitter/tt-twitter-micro3.png" alt="Post to Twitter" /></a> <a target="_blank" rel="nofollow" class="tt" href="http://delicious.com/post?url=http://basta-wuppertal.de/2011/04/sammelabschiebungen-stoppen/&amp;title=Sammelabschiebungen+stoppen%21" title="Post to Delicious"><img class="nothumb" src="http://basta-wuppertal.de/basta/wp-content/plugins/tweet-this/icons/en/delicious/tt-delicious-micro3.png" alt="Post to Delicious" /></a> <a target="_blank" rel="nofollow" class="tt" href="http://www.facebook.com/share.php?u=http://basta-wuppertal.de/2011/04/sammelabschiebungen-stoppen/&amp;t=Sammelabschiebungen+stoppen%21" title="Post to Facebook"><img class="nothumb" src="http://basta-wuppertal.de/basta/wp-content/plugins/tweet-this/icons/en/facebook/tt-facebook-micro3.png" alt="Post to Facebook" /></a> <a target="_blank" rel="nofollow" class="tt" href="http://stumbleupon.com/submit?url=http://basta-wuppertal.de/2011/04/sammelabschiebungen-stoppen/&amp;title=Sammelabschiebungen+stoppen%21" title="Post to StumbleUpon"><img class="nothumb" src="http://basta-wuppertal.de/basta/wp-content/plugins/tweet-this/icons/en/su/tt-su-micro3.png" alt="Post to StumbleUpon" /></a></p></div>]]></content:encoded>
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		<title>Solidarität mit Hari Dhatt Batt</title>
		<link>http://basta-wuppertal.de/2011/03/hari/</link>
		<comments>http://basta-wuppertal.de/2011/03/hari/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 14 Mar 2011 13:58:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>redaktion</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Wilding]]></category>

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		<description><![CDATA[Hari Datt Bhatt ist einer der seltenen Fälle, in denen eine alarmierte Öffentlichkeit und eine Kampagne der "Karawane" eine Nacht- und Nebel-Inhaftierung mit anschliessender Abschiebung vorübergehend verhindern konnte. Sein Fall zeigt exemplarisch auf, wie eine solche Inhaftierung zur Abschiebung abläuft. Auch ausstehende Gerichtsentscheide hindern Ausländerbehörden nicht daran, Abschiebungen zu vollziehen.<br /><br /><b>Kein Mensch ist illegal ! </b>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="pf-content"><p>Hari Datt Batt sollte am Montag, den 14. März 2011 von Abschiebegefängnis Büren aus nach Kathmandu abgeschoben werden. Seine Inhaftierung im Abschiebegefängnis kam plötzlich und unerwartet.</p>
<p>Hari Datt Bhatt wurde am Montag, den 7. März 2011 bei der Ausländerbehörde Remscheid festgenommen, wo er seine Duldung verlängern wollte. Die Ausländerbehörde informierte sofort den Hausmeister des Flüchtlingsheims in der Schwelmer Strasse. Dieser ist in Hari Datt Bhatts Zimmer und hat seine Sachen geräumt. Etwa eine Stunde später fuhr schon ein Abschiebewagen der Ausländerbehörde zum Flüchtlingsheim. Hari Datt Bhatt musste im Auto bleiben. Eine Beamtin ist in das Heim und hat die vom Hausmeister gepackten Sachen mitgenommen. Anschließend wurde Hari zum Amtsgericht nach Wuppertal und hiernach nach Büren gebracht. Am folgenden Montag sollte Hari nach Kathmandu abgeschoben werden.</p>
<p>Als der Bürgerkrieg in Nepal noch im vollen Gange war, ist Hari nach Deutschland gekommen und hat hier Asyl gesucht. Er wurde damals von den konkurrierenden und verfeindeten Gruppen erpresst. Es ging um Spenden, die für den Krieg gebraucht wurden. Sein Asylantrag wurde &#8211; wie die meisten Asylanträge der Flüchtlinge aus Nepal &#8211; abgelehnt. Nach der Entmachtung des nepalesischen Königs und nachdem am 26. Mai 2006 in Nepal Friedensgespräche zwischen der Regierung und der maoistischen Gruppen aufgenommen wurden, hat Hari Datt Bhatt entschieden, wieder nach Nepal zurück zu gehen und es dort zu versuchen. Aber die Feindschaften waren noch nicht zu Ende, und bis heute gibt es keinen wirklichen Schutz der Bürger und Bürgerinnen. Immer noch bedrohen bewaffnete Einzelgruppen und lokale Milizen das Leben von Menschen. Einige Mitglieder der Kongresspartei, deren Mitglied Hari Datt Bhatt ist, wurden sogar ermordet. Hari wurde wieder bedroht, sodass er sich entschied, das Land wieder zu verlassen.</p>
<p>Er kam wieder nach Deutschland und suchte ein zweites Mal Asyl. Sein Asylantrag wurde erneut abgelehnt. Die Klage gegen die Entscheidung des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge läuft jedoch noch und soll bis Mai 2011 vor Gericht entschieden werden. Die Ausländerbehörde Remscheid hat ungeachtet dessen die Abschiebung von Hari vorbereitet. Sie besorgte die Ausreisepapiere, nahm ihn am Rosenmontag fest und brachte ihn nach Büren. In Meinersen hat sich ein anderer nepalesischer Flüchtling am 28. Februar 2011 vor einem fahrenden Zug gelegt und starb, weil ihn höchstwahrscheinlich die Angst vor der bevorstehenden Abschiebung packte.</p>
<p>Hari hatte zunächst Glück. Eine koordinierte Kampagne seiner Freunde und Freundinnen und eine Remscheider Oberbürgermeisterin Wilding, die auf erfolgte Interventionen reagierte, verhinderten seine Abschiebung zunächst. (Siehe auch den Beitrag aus der WDR-Lokalzeit) Viele andere werden ohne Anteilnahme von den deutschen Ausländerbehörden jedoch regelmässig verschleppt und gegen ihren Willen in den Flieger gesetzt. Auch für Hari ist die Haftentlassung nur ein Aufschub. Nach Bearbeitung seiner Klage im Mai droht ihm erneut die Verbringung in das vom Bürgerkrieg geschüttelte Land.</p>
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