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	<title>basta ! &#187; Polizei</title>
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		<title>Unterm Strich ein Erfolg</title>
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		<pubDate>Thu, 03 May 2012 16:32:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Oscar</dc:creator>
				<category><![CDATA[Dokumentiert]]></category>
		<category><![CDATA[1.Mai]]></category>
		<category><![CDATA[Autonome]]></category>
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		<description><![CDATA[Ein Bericht von <a href="http://classwarnow.blogsport.de" title="Class War is Now!" target="blank">classwarnow.blogsport.de</a>, dem außer Bildern nur wenig hinzuzufügen ist.
<br /><br />
<i>Das Fazit zum Wuppertaler Wochenende zum 1.Mai 2012 fällt gemischt aus. Die Repolitisierung der Aktionen und Demonstrationen kontrastiert mit einer Entpolitisierung des Drumrum. Die lokalen Medien sind – ebenso wie die bundesweiten Leitmedien – ausschließlich auf «Action» fixiert und ignorieren die politischen Aussagen der Demonstrationen vollständig. Der Aufgabe, die politischen Inhalte demnach aus den Mai-Demonstrationen heraus nach außen zu vermitteln, waren wir noch nicht wirklich gewachsen. Dennoch macht die Zahl der Teilnehmenden und das Engagement Vieler bei der Mobilisierung und Organisation der dicht aufeinanderfolgenden Ereignisse Mut für die nächsten Tage und Wochen, in denen die Fokussierung weiterhin auf der Mobilisierung zu den «Blockupy»-Protesten vom 16. bis 19.Mai in Frankfurt liegt. Unter dem Strich dürfen sowohl die Vorabend-Nachttanzdemo, als auch die wieder einmal unangemeldete Autonome 1.Mai-Demonstration als Erfolg gewertet werden. Die Beteiligung an der Demonstration der Gewerkschaften am Mittag des 1.Mai erwies sich hingegen als ziemlicher Flop.</i>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="pf-content"><p><em>Das Fazit zum Wuppertaler Wochenende zum 1.Mai 2012 fällt gemischt aus. Die Repolitisierung der Aktionen und Demonstrationen kontrastiert mit einer Entpolitisierung des Drumrum. Die lokalen Medien sind – ebenso wie die bundesweiten Leitmedien – ausschließlich auf «Action» fixiert und ignorieren die politischen Aussagen der Demonstrationen vollständig. Der Aufgabe, die politischen Inhalte demnach aus den Mai-Demonstrationen heraus nach außen zu vermitteln, waren wir noch nicht wirklich gewachsen. Dennoch macht die Zahl der Teilnehmenden und das Engagement Vieler bei der Mobilisierung und Organisation der dicht aufeinanderfolgenden Ereignisse Mut für die nächsten Tage und Wochen, in denen die Fokussierung weiterhin auf der Mobilisierung zu den «Blockupy»-Protesten vom 16. bis 19.Mai in Frankfurt liegt. Unter dem Strich dürfen sowohl die Vorabend-Nachttanzdemo, als auch die wieder einmal unangemeldete Autonome 1.Mai-Demonstration als Erfolg gewertet werden. Die Beteiligung an der Demonstration der Gewerkschaften am Mittag des 1.Mai erwies sich hingegen als ziemlicher Flop.</em></p>
<p>Die Wuppertaler Presse ignoriert die politischen Anliegen und Aussagen der linken Demonstrationen im Umfeld des 1.Mai gewohnheitsmäßig, ebenso wie die bundesweiten Medien. Dies geschieht, obwohl sie aus der Vergangenheit hätte lernen können: immerhin thematisierte die linksradikale Szene 2010 bereits die kommunale Finanzkrise, als im Tal noch niemand wirklich davon wissen wollte, und schließlich wurde durch die radikale Linke und die Antifa bereits auf das wachsende Problem mit Nazi-Gewalt in der Stadt hingewiesen, als Stadt und Lokalpresse die Existenz einer Wuppertaler Nazi-Szene in völliger Blindheit noch schlicht leugneten. Doch Lernen setzt auch den Willen dazu voraus. Bezeichnend, dass der bei der Vorabend-Demo anwesende Journalist der WDR-Lokalzeit anscheinend enttäuscht von ausbleibenden Auseinandersetzungen gegen 23:00 Uhr abschob, und die Vorabend-Demo dann im Lokalfernsehen auch gar nicht erst stattfand.</p>
<div class="mceTemp mceIEcenter">
<dl class="wp-caption aligncenter" style="width: 480px;">
<dt class="wp-caption-dt"><a href="http://basta-wuppertal.de/basta/wp-content/uploads/2012/05/natade_bankster.jpg" rel="lightbox[2834]" title="natade_bankster"><img class="size-medium wp-image-2835" title="natade_bankster" src="http://basta-wuppertal.de/basta/wp-content/uploads/2012/05/natade_bankster-470x235.jpg" alt="" width="470" height="235" /></a></dt>
</dl>
<address class="wp-caption-dd">Zu wenig &#8220;Action&#8221; für die Medien: Die Vorabend-Demo</address>
</div>
<p>Überraschend ist es natürlich nicht, dass auch 2012 keine politischen Inhalte wiedergegeben wurden. Die unter dem Motto «Kapitalismus wegbassen!» stattfindende Vorabend-Nachttanzdemo am 30.04. und die Autonome 1.Mai-Demonstrationen «für eine soziale Revolution» standen in diesem Jahr analog zu den Demonstrationen in Berlin und anderswo ganz im Zeichen einer Thematisierung des durch die herrschende Klasse immer intensiver geführten Krieges gegen die Bevölkerungen des Trikont und Südeuropas. Unsere Aufgabe wäre es demnach gewesen, diese Inhalte aus den Aktionen und Demonstrationen heraus vernehmlich nach außen zu tragen.</p>
<p>Das ist leider nur unvollständig gelungen. Ein Hauptprobleme ist dabei sicher, dass die Vorabend-Nachttanzdemo einen ambivalenten Rahmen bildet. Einerseits aufgrund der öffentlichkeitswirksameren Route für eine politische Vermittlung bestens geeignet, türmen sich durch das partygerechte Demo-Konzept andere Schwierigkeiten auf. Die gehaltenen Reden – es gab Redebeiträge am «Alpenmax» und vor dem «Pavillon» zur Duldung stadtbekannter NazischlägerInnen in einzelnen Clubs der Stadt und wiederkehrende Mobilisierungen zu «Blockupy» in Frankfurt – versandeten regelmäßig etwas in der tanzwütigen Crowd, sodass die sinnvollerweise diesmal gebildete Demospitze mit einem «Smash Capitalism»-Fronttransparent die politische Vermittlung beinahe alleine schultern musste. Dafür jedoch war sie nicht groß genug und auch nicht optimal zusammengestellt.</p>
<div class="mceTemp mceIEcenter">
<dl class="wp-caption aligncenter" style="width: 480px;">
<dt class="wp-caption-dt"><a href="http://basta-wuppertal.de/basta/wp-content/uploads/2012/05/natade_kasino.jpg" rel="lightbox[2834]" title="natade_kasino"><img class="size-medium wp-image-2836" title="natade_kasino" src="http://basta-wuppertal.de/basta/wp-content/uploads/2012/05/natade_kasino-470x235.jpg" alt="" width="470" height="235" /></a></dt>
</dl>
<address class="wp-caption-dd">Smash Capitalism! Fight Racism! Fronttransparent der Demo</address>
</div>
<p>Ein weiteres, wiederkehrendes Problem der zum zweiten Mal durchgeführten Vorabend-Demo ist die Route selber. Wurde im Vorjahr die «B7» als furchtbar empfunden, so zog sich in diesem Jahr der Weg über den Hofkamp zum Schauspielhaus teilweise arg in die Länge, sodass von den zwischenzeitlich bis zu 350 Teilnehmenden in der Elberfelder Innenstadt etliche auf der Strecke geblieben waren, als die Demo endlich gegen 23:00 Uhr bei der zweiten Zwischenkundgebung angekommen war. Der Weg vom Schauspielhaus zurück war dann wieder angenehm und gut gelaunt, wozu die diesmal insgesamt defensive Vorgehensweise der Polizei beitrug. Mit einem schönen Feuerwerk am «Autonomen Zentrum» empfangen, löste sich die «basta!»-Vorabend-Nachttanzdemo gegen 00:30 Uhr schließlich an der Markomannenstraße auf.</p>
<p>Die Vorabend-Nachttanzdemo bietet enormes Potential, was sich nicht nur an der deutlich gestiegenen Zahl der Teilnehmenden ablesen lässt. Mehr als bisher sollte in Zukunft jedoch darauf geachtet werden, die Chance zur Vermittlung politischer Inhalte besser zu nutzen.</p>
<div class="mceTemp mceIEcenter">
<dl class="wp-caption aligncenter" style="width: 480px;">
<dt class="wp-caption-dt"><a href="http://basta-wuppertal.de/basta/wp-content/uploads/2012/05/hund.jpg" rel="lightbox[2834]" title="hund"><img class="size-medium wp-image-2837" title="hund" src="http://basta-wuppertal.de/basta/wp-content/uploads/2012/05/hund-470x235.jpg" alt="" width="470" height="235" /></a></dt>
</dl>
<address class="wp-caption-dd">Veritable Unterkonsumtionskrise. Bei der Nachttanzdemo.</address>
</div>
<p>Dies gilt umso mehr, da die Vorabend-Demo einen demobilisierenden Einfluss auf alle Versuche hat, am Folgetag politische Inhalte bei der Mai-Demonstration der Gewerkschaften zu setzen. Die Beteiligung eines «antikapitalistischen Blocks» fiel fast vollständig aus. Zwar stellte sich eine kleine Gruppe den teilnehmenden GewerkschafterInnen (geschätzte TeilnehmerInnenzahl: etwa 750 Menschen) an der Kluse zur Begrüßung mit einem klassenkämpferischen Transparent kurzzeitig in den Weg, und griff so das Murren der mit ihrer Führung unzufriedenen Basis der Gewerkschaften auf, doch fand sich im Anschluss keine wahrnehmbare, geschlossene Gruppe im Demonstrationszzug. Die Parolen an der Demo-Spitze zur deutschen «Sozialpartnerschaft», die mitverantwortlich für die Demontage der Lebensbedingungen in Europs Süden ist, (&#8230;das Frontbanner forderte beispielsweise «faire Leiharbeit»&#8230;), blieben so fast unwidersprochen. Der Eindruck von der DGB-Demo war deshalb wieder ein äusserst langweiliger, was auch nicht dazu beitragen wird, in den nächsten Jahren eine stärkere Präsenz antikapitalistischer Gruppen zu fördern. Bleibt es im nächsten Jahr bei einer Vorabend-Nachttanzdemo, wogegen grundsätzlich nichts spricht, sollte überlegt werden, sich die Frustration am nächsten Mittag lieber ganz zu ersparen.</p>
<p>Dass auch das anschließende, «entschlossen solidarische» Bratwurstessen der Gewerkschaften samt frohsinigem Bürgermeister Jung (CDU) auf dem Laurentiusplatz mangels «revolutionärer Massen» weitgehend unpolitisch und ungestört blieb, rundete das ernüchternde Bild vom «Flop» schließlich ab.</p>
<div class="mceTemp mceIEcenter">
<dl class="wp-caption aligncenter" style="width: 480px;">
<dt class="wp-caption-dt"><a href="http://basta-wuppertal.de/basta/wp-content/uploads/2012/05/hochstr_2.jpg" rel="lightbox[2834]" title="hochstr_2"><img class="size-medium wp-image-2838" title="hochstr_2" src="http://basta-wuppertal.de/basta/wp-content/uploads/2012/05/hochstr_2-470x235.jpg" alt="" width="470" height="235" /></a></dt>
</dl>
<address class="wp-caption-dd">Auf der Hochstraße in Elberfeld</address>
</div>
<p>Wenig später am «Autonomen Zentrum» an der Gathe angekommen, sah alles zunächst nach einer weiteren Enttäuschung aus, sammelten sich dort zunächst nur ähnlich wenige TeilnehmerInnen wie im letzten Jahr, als der 1.Mai auf einen Sonntag fiel. Doch scheinbar hatten viele aus den Platzverweisen und Personenkontrollen von 2011 gelernt – im Laufe der Demonstration wuchs der Zug beständig an. Auf der Hochstraße wurde eine Teilnehmendenzahl von 400 geschätzt. Leider war die Einsatzleitung der Wuppertaler Polizei  – Polizeipräsidentin Radermacher begleitete die Demonstration – nach den Ausbruchversuchen des letzten Jahres zu einer engeren Begleitung der Demospitze zurückgekehrt. Teilweise erinnerte der Einsatz an einen «offenen Wanderkessel», so dicht waren die Reihen der Uniformierten an der Spitze, seitlich und hinter der Demo gestaffelt. («Ich dachte erst, dass die Polizei demonstriert», so eine Anwohnerin.) Daher blieben die allseits beliebten Richtungsänderungen im Straßengewirr der Norstadt in diesem Jahr aus, und leider war deshalb auch eine intensivere inhaltliche Ansprache der AnwohnerInnen schlicht nicht möglich. Trotz gerufener Parolen wie «Hand in Hand mit Griechenland – Widerstand zum Flächenbrand!», hatten viele keine Ahnung «wofür oder wogegen» demonstriert wurde. So erreichte die 2012er Ausgabe der traditionell unangemeldeten Wuppertaler autonomen 1.Mai-Demo diesmal schon nach nur zwei Stunden den Zielort auf dem Schusterplatz, wo das auch bei den AnwohnerInnen beliebte autonome Schusterplatzfest den Tag abrundete. Neben Getränken, Musik und Volxküche gab es auch auf dem Schusterplatz noch einmal Beiträge, die zu Folgeterminen mobilisieren sollten: zu den «Blockupy»-Aktionstagen in Frankfurt, zum «NoBorder-Camp» in Düsseldorf und Köln im Juli, sowie zum «Antifa-Camp» in Dortmund im Spätsommer.</p>
<div class="mceTemp mceIEcenter">
<dl class="wp-caption aligncenter" style="width: 480px;">
<dt class="wp-caption-dt"><a href="http://basta-wuppertal.de/basta/wp-content/uploads/2012/05/hellwach.jpg" rel="lightbox[2834]" title="hellwach"><img class="size-medium wp-image-2839" title="hellwach" src="http://basta-wuppertal.de/basta/wp-content/uploads/2012/05/hellwach-470x235.jpg" alt="" width="470" height="235" /></a></dt>
</dl>
<address class="wp-caption-dd">Bei Demo dabei: &#8220;Hellwache&#8221; Präsidentin Radermacher. Oelberg-Graffiti.</address>
</div>
<p>Auch im Verlauf des 1.Mai gab es keine größeren Zwischenfälle. Teilnehmende und Polizei agierten eher zurückhaltend – sieht man von den schikanösen Personenkontrollen und Platzverweisen durch die Polizei an der Ecke Friedrich-/Markomannstraße vor Beginn der autonomen Demo einmal ab.</p>
<p>Dieser Tatsache lässt sich auch von unserer Seite ein positiver Aspekt abgewinnen – kann sie doch auch in den Kontext einer «Repolitisierung» der Mai-Demonstrationen gestellt werden. Folgt man den Aufrufen zu den verschiedenen Aktivitäten des langen Wochenendes, gibt es derzeit Wichtigeres als Laufsport im Viertel – u.a. die Vorbereitung auf die Protesttage in Frankfurt.</p>
<p>Zum Abschluss noch ein Wort zum Oelbergfest, das am Samstag, den 28.04. das ereignisreiche Wuppertaler Mai-Wochenende einleitete: Die Veranstaltung, die noch nie eine primär politische Angelegenheit gewesen ist, war in diesem Jahr noch weniger eine Plattform für Inhalte als in den Vorjahren. Hieß es im Vorfeld, der ausufernde Verkauf von Speisen und Getränken solle eingeschränkt werden, bot sich zumindest auf der Marienstraße ein ganz anderes Bild. Gefehlt haben diesmal vor allem die Informationstische und -stände, sodass die einzigen Gelegenheiten zur politischen Auseinandersetzung der «autonome Schulhof» in der Marienstraße und die Aktion von «Kein Mensch ist Illegal» auf dem Schusterplatz waren. Als Rahmen zur Thematisierung politischer Anliegen war das Oelbergfest ein Ausfall – es dominiert mittlerweile eine zum Teil orientierungslos auf «dem Berg» herumirrende auswärtige Menge – stets auf der Suche nach Bespaßung.</p>
<div class="mceTemp mceIEcenter">
<dl class="wp-caption aligncenter" style="width: 480px;">
<dt class="wp-caption-dt"><a href="http://basta-wuppertal.de/basta/wp-content/uploads/2012/05/oelbergfest.jpg" rel="lightbox[2834]" title="oelbergfest"><img class="size-medium wp-image-2840" title="oelbergfest" src="http://basta-wuppertal.de/basta/wp-content/uploads/2012/05/oelbergfest-470x235.jpg" alt="" width="470" height="235" /></a></dt>
</dl>
<address class="wp-caption-dd">Blockupy Oelbergfest!</address>
</div>
<p>Einzig erwähnenswert blieb somit die Attacke auf einen Quartiersbus der Stadtwerke, in dem bekannte weibliche Nazis versuchten, den Ort des Geschehens zu verlassen. Im Gegensatz zur von der Wuppertaler Polizei vorgefertigten Berichterstattung der WZ bleibt dazu festzuhalten, das der wesentliche Teil der hinter dem Bus herstürmenden Menschen Nachbarn und Nachbarinnen des Oelbergs waren – und nicht die Antifa. Chapeau! Ein, auf einen Linienbus geworfener Stein bleibt natürlich scheisse, es darf aber nicht übersehen werden, dass auch das Verhältnis zwischen «unpolitischer» Hood und Nazis zunehmend eskaliert – ein (noch immer unbestätigter) Vorfall wie am letzten Freitag, bei dem Wuppertaler Nazis angeblich eine migrantische Frau angegriffen haben sollen, trägt sicher nicht zur Beruhigung bei. Bei einem Vorgang, der auch intern nicht vollständig zu klären ist, pauschal «linke Chaoten» verantwortlich zu machen, ist daher schlicht diffamierend.</p>
<p><strong>Straße frei für den ersten Mai! Auf nach Frankfurt vom 16.-19.Mai!</strong></p>
<p><em>Ein Mensch aus der Vorbereitungsgruppe</em></p>
</div><div class="tweetthis" style="text-align:left;"><p> <a target="_blank" rel="nofollow" class="tt" href="http://twitter.com/intent/tweet?text=basta+%21+Unterm+Strich+ein+Erfolg+http%3A%2F%2Fis.gd%2FP1s8aB" title="Post to Twitter"><img class="nothumb" src="http://basta-wuppertal.de/basta/wp-content/plugins/tweet-this/icons/de/twitter/tt-twitter-micro3.png" alt="Post to Twitter" /></a> <a target="_blank" rel="nofollow" class="tt" href="http://delicious.com/post?url=http://basta-wuppertal.de/2012/05/unterm-strich-ein-erfolg/&amp;title=Unterm+Strich+ein+Erfolg" title="Post to Delicious"><img class="nothumb" src="http://basta-wuppertal.de/basta/wp-content/plugins/tweet-this/icons/en/delicious/tt-delicious-micro3.png" alt="Post to Delicious" /></a> <a target="_blank" rel="nofollow" class="tt" href="http://www.facebook.com/share.php?u=http://basta-wuppertal.de/2012/05/unterm-strich-ein-erfolg/&amp;t=Unterm+Strich+ein+Erfolg" title="Post to Facebook"><img class="nothumb" src="http://basta-wuppertal.de/basta/wp-content/plugins/tweet-this/icons/en/facebook/tt-facebook-micro3.png" alt="Post to Facebook" /></a> <a target="_blank" rel="nofollow" class="tt" href="http://stumbleupon.com/submit?url=http://basta-wuppertal.de/2012/05/unterm-strich-ein-erfolg/&amp;title=Unterm+Strich+ein+Erfolg" title="Post to StumbleUpon"><img class="nothumb" src="http://basta-wuppertal.de/basta/wp-content/plugins/tweet-this/icons/en/su/tt-su-micro3.png" alt="Post to StumbleUpon" /></a></p></div>]]></content:encoded>
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		<title>Ja, bin ich denn Banane?</title>
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		<pubDate>Wed, 21 Dec 2011 12:11:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Oscar</dc:creator>
				<category><![CDATA[Freiraum]]></category>
		<category><![CDATA[Demonstration]]></category>
		<category><![CDATA[Gunhild Böth]]></category>
		<category><![CDATA[Nazis]]></category>
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		<description><![CDATA[<i>«Ich war entsetzt über das, was die Polizeipräsidentin da gestern vorgetragen hat. (...) 
<br /><br />
Ich dachte, sie stellt sich hin und entschuldigt sich mindestens mal. Bei den Opfern, bei all denen, die hier von Neonazigewalt betroffen waren.»</i>
<br /><br />
Gunhild Böth, NRW-MDL (DIE LINKE) aus Wuppertal und Landtags-Vizepräsidentin, in einer Liveschaltung des WDR nach Vohwinkel am Abend des 15.Dezember. An die 200 Menschen protestierten an diesem Tag gegen die untätige Zusammenarbeit deutscher Behörden mit Neonazis und gegen die dann gleich noch mit.
<br /><br />
Ein Bericht zur Situation]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="pf-content"><p>«Ich muss ehrlich sagen, ich war entsetzt über das, was die Polizeipräsidentin da gestern vorgetragen hat. Sie hat ein Dreistufenkonzept vorgeschlagen. Das erste war, die Polizei macht jetzt Strafverfolgung. Ich bitte Sie, Strafverfolgung ist das Kerngeschäft der Polizei! Zweitens, sie informiert ihre Kollegen und Kolleginnen – ja, bin ich denn Banane, oder was? – das ist die Aufgabe einer Behördenleiterin! (&#8230;) Und das dritte ist Prävention. Da hat die Polizei sogar eine eigene Abteilung für. (&#8230;) Ich dachte, sie stellt sich hin und entschuldigt sich mindestens mal. Bei den Opfern, bei all denen, die hier von Neonazigewalt betroffen waren.»</p>
<p>Gunhild Böth, NRW-MDL (DIE LINKE) aus Wuppertal und Landtags-Vizepräsidentin, in einer Liveschaltung des WDR nach Vohwinkel am Abend des 15.Dezember (siehe unten). An die 200 Menschen protestierten an diesem Tag gegen die Verstrickungen deutscher Behörden mit Neonazis und gegen die dann gleich noch mit.</p>
<p><strong>Polizei unter Druck</strong></p>
<p>Trotz nasskaltem Wetter und unbeeindruckt vom am Vortag per Pressegespräch von der Wuppertaler Polizei verteilten Placebo «Hellwach gegen Rechtsextremismus», zeigten an die 200 Menschen vor dem Polizeipräsidium in Wuppertal-Barmen ihre Empörumg über die untätige Zusammenarbeit deutscher Behörden mit Neonazis, die im Fall der durch die Thüringer Nazis Ermordeten mindestens zehn Menschenleben kostete.</p>
<p>Die TeilnehmerInnen der Kundgebung brachten ihre Trauer über die Opfer zum Ausdruck und erinnerten an die fünf, beim Brandanschlag auf das Haus der Familie Genç in Solingen 1993 getöteten Menschen. Auch damals waren Beziehungen des Verfassungsschutzes zur Szene in Solingen bekanntgeworden, aber nie ausermittelt worden. Eine Abordnung der Kundgebung durfte Blumen in Erinnerung an die Opfer vor der Gedenktafel des Präsidiums niederlegen.</p>
<p>Die von migrantischen Organsationen initiierte Kundgebung verlagerte sich im Anschluss nach Vohwinkel, wo im am meisten von Neonazis betroffenen Wuppertaler Stadtteil ein antifaschistisches Zeichen gesetzt werden sollte. Die Polizei, neuerdings «hellwach gegen Rechtsextremismus», wie sie am Vortag bei einer blitzartig angesetzten Pressekonferenz mitteilte, hielt sich auf der Kaiserstraße in Vohwinkel bemerkbar zurück. BeobachterInnen, die über den Westring nach Hause fuhren, konnten allerdings ein regelrechtes «Krawall-Aufgebot» beobachten, das abseits des Demo-Geschehens bereitgehalten wurde &#8211; inklusive einiger Gefangenentransporter.</p>
<p>Das Pressegespräch zum polizeilichen Umgang mit den Wuppertaler Neonazis, das mit seiner kurzfristigen Ansetzung offenkundig eine Reaktion auf die kritischeren Presseberichte der letzten Zeit und auf die Ankündigung der Protestkundgebung war, fand beziehungsreich im «Kleinen Lagerraum» der alten Gestapo-Zentrale statt.</p>
<p>Polizeipräsidentin Radermacher verkündete dabei neben jenem dreistufigen Absichtsplan zur intensiveren Arbeit gegen Nazigewalt, der die Abgeordnete Böth so auf die Palme brachte, auch die Ablösung des umstrittenen Leiters der Vohwinkeler Polizeiwache.</p>
<p>Ablesbar ist daran, dass die Wuppertaler Polizei unter Druck steht. Endlich – nach «gefühlt» unendlich langer Zeit – ist in der öffentlichen Meinung der Stadt das unerträgliche Phlegma von Polizei und Justiz als Thema angekommen. Bis dahin bedurfte es schon mehrerer schwer verletzter Menschen in Wuppertal und nicht zuletzt der zehn Toten der sogenannten «NSU».</p>
<p><strong>Ein strukturelles Problem</strong></p>
<p>Mit der Kundgebung am Wuppertaler Polizeipräsidium sollte darauf aufmerksam gemacht werden, dass die behördliche «Nazi-Unterstützung durch Untätigkeit» kein isoliertes Phänomen darstellt, sondern vielmehr ein strukturelles ist. Es beginnt im lokalen Rahmen, in den Städten, Landkreisen und Ortschaften. Wie eine phlegmatische Polizeibehörde in Kooperation mit einer untätigen Justiz an einer Etablierung von nazi-dominierten Gebieten mitstrickt, lässt sich im Westen Wuppertals gut beobachten. Dort wiederholen sich Vorgänge, die auch aus der Dortmunder Nordstadt oder anderen Städten mit einem Naziproblem bekannt sind. Der Unterschied zwischen Jena, bzw. Zwickau und Dortmund oder Wuppertal ist ein gradueller, vielleicht auch nur zufälliger. Es steht die Vermutung im Raum, dass die Art der behördlichen Protegierung von Nazigewalt die gleiche ist – lediglich die Akteure oder die Gelegenheiten sind andere.</p>
<p>Eine Debatte darum ist jedoch nicht gefragt. Weder in Wuppertal, noch anderswo in Deutschland. Würde nämlich die strukturelle, bis vor die eigene Haustür reichende Verstrickung der Behörden mit den Neonazis thematisiert, stünde die amtliche Vorgabe einer Gleichsetzung von «Rechts» und «Links» zur Diskussion, die die ideelle Basis des Behördenhandelns ist. Ein Umstand, der mit «Gleichsetzung» übrigens noch beschöningend umschrieben ist. Alle, die antifaschistisch aktiv sind, wissen, dass gegen vermeintliche «Linke» ungleich härter und brutaler vorgegangen wird als gegen rechte Menschenverachter, Hetzer und Rassisten. Dafür muss man nicht erst nach Osten schauen, wo Behörden, die die Nazimörder jahrelang gewähren liessen, die «Freie Gemeinde Jena» und Pfarrer König einer unerträglichen Verfolgung unterziehen.</p>
<p>Die von fanatisierten Ideologen wie Kristina Schröder (CDU-Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend) durchgesetzte «Extremismusdoktrin», dient einem billigen Ziel. Sie ist der Ausfluss jener trüben Gedankenwelt, in der die bestehenden Verhältnisse «alternativlos», das «Ende der Geschichte» und somit unantastbar sind. Zum Zwecke der Durchsetzung dieser – harmlos ausgedrückt – bescheuerten Weltsicht wird alles in Kauf genommen, was dienlich erscheint. Auch Nazigewalt &#8211; die sich notfalls auch jederzeit trefflich gegen emazipatorische Projekte einsetzen lässt, bei denen dem Staat rechtliche Grundlagen zur Bekämpfung (noch) fehlen.</p>
<p>Vor diesem Hintergrund erscheinen die Toten des Naziterrors als bedauerliche «Kollateralschäden». Die ermordeten Kleinunternehmer ebenso wie die Familie Genç, die 1993 beim Brandanschlag auf das Solinger Wohnhaus fünf Opfer zu beklagen hatte. Wenn einzelne, türkisch-nationalistische Stimmen den &#8211; auch kurdischen &#8211; Initiatoren der Wuppertaler Kundgebungen am 15.12. die Instrumentalisierung der Opfer vorwerfen, so ist das nur noch zynisch. Die wahre Instrumentalisierung findet ganz woanders statt. Die von türkischen Nationalisten veröffentlichte Hetze gegen die Organisatoren der «Kein Fußbreit dem Faschismus»-Demonstrationen ist die nahtlose Übertragung der deutschen «Extremismus-Klausel» auf türkische und kurdische Migranten und Migrantinnen und das Verhältnis zwischen türkisch- und kurdischstämmigen Menschen.</p>
<p><strong>Schwächung antifaschistischer Aktivitäten</strong></p>
<p>Die «Extremismus-Doktrin» der Konservativen führt hier wie da bewusst zu einer Schwächung des antifaschistischen Widerstands vor Ort und gibt jenen ein Alibi, die bei Nazi-Übergriffen wegsehen. VertreterInnen einer Sichtweise, die das «Neue Deutschland» als extremistisch einstuft, Interviews von Parteigenossen in der «Jungen Freiheit» jedoch knorke findet, machen sich mitschuldig an Übergriffen von Rechts.</p>
<p>Wenn in Wuppertal die Opfer eines Knüppelüberfalls am Rande des Vohwinkeler Flohmarktes durch die Polizei als «Linksextremisten» eingestuft werden, so hat es in ihren Augen eben «die Richtigen» getroffen. Es darf daher nicht verwundern, wenn VohwinkelerInnen lieber weg- als hinsehen, auch weil sie sich notfalls von der örtlichen Polizei «alleingelassen» fühlen, wie zu hören ist.</p>
<p>Auch die Auseinandersetzungen innerhalb des zu Beginn des Jahres gegründeten Bündnisses gegen Nazis gehen letztlich auf die Schröder’sche «Extremismus-Doktrin» zurück. Wenn von bestimmten Gruppen – wie behauptet wird – Antifaschisten und Antifaschistinnen bei einer Kundgebung zum 09.November am Reden gehindert werden sollten, oder wenn den antisemistischen und volksverhetzenden Parolen aus dem Nazihaus in Vohwinkel nichts als ein «kämpferisches Schweigen» entgegengesetzt werden darf, um die anwesenden Honoratioren wie OB Jung nicht zu vergrätzen, dann lauert auch dahinter die Sorge vor dem Verlust öffentlicher Zuwendungen. Den entsprechenden finanziellen Knüppel hat das Familienministerium schließlich bereitgelegt. Eine Gedenkdemostration unter dem Motto «Erinnern heißt Handeln!» darf sich jedoch nicht aufs «Maul halten» beschränken. Sie wird sonst zur Selbstverhöhnung.</p>
<p><strong>Bildet Banden!</strong></p>
<p>Da erscheint es fast so folgerichtig wie abstrus, wenn nun für den 23.Januar von türkisch-nationalistischen Gruppen zu einer Kundgebung «Schweigen gegen das Schweigen» aufgerufen wird. Ein Motto, das schon einen ziemlichen Knoten im Kopf voraussetzt.</p>
<p>Wenn die Ereignisse der letzten Zeit und die Enthüllungen zu den Morden der Thüringer Neonazi jedoch eines gezeigt haben, dann, dass Schweigen und betroffenes Kerzenhalten nicht mehr ausreicht. Es geht vielmehr um die Etablierung von antifaschistischem Widerstand im Alltag – in breiten Bündnissen. Die Kundgebungen am letzten Donnerstag, zu denen türkische, kurdische und deutsche Antifaschisten und Antifaschistinnen aufgerufen hatten, sind da ein guter Anfang gewesen.</p>
<p>Es bleibt zu hoffen, dass diese Bündnisse im nächsten Jahr noch wirkungsvoller zusammenarbeiten werden. Das Motto für 2012 lautet – um einen alten Ratschlag wieder aufzugreifen – «Bildet Banden!»</p>
<p>Abschließend an dieser Stelle mal ein besonderer Dank an das <a title="Homepage des Medienprojektes" href="http://www.medienprojekt-wuppertal.de/" target="_blank"><strong>Wuppertaler Medienprojekt</strong></a>, dessen Filme und Öffentlichkeitsarbeit unschätzbare Dienste bei der Thematisierung des Problems leisten. Und auch die ansonsten gerne und zu Recht beschimpften Medien sollen hier mal lobend erwähnt werden. Was die Redaktion des kostenlosen Anzeigenblattes «<a title="zur Homepage der Wuppertaler Rundschau" href="http://wuppertaler-rundschau.de" target="_blank"><strong>Wuppertaler Rundschau</strong></a>» zum Thema geleistet hat, waren mutige und wichtige Zeichen auch für andere lokale Medien, die sich Ignoranz gegenüber dem Problem nun nicht mehr leisten können.</p>
<p><em>Der Kurzbericht der WDR Lokalzeit Bergisches Land am Abend des 15.Dezember:</em></p>
<p><iframe width="490" height="279" src="http://www.youtube.com/embed/SX0oWsLDBMA" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
</div><div class="tweetthis" style="text-align:left;"><p> <a target="_blank" rel="nofollow" class="tt" href="http://twitter.com/intent/tweet?text=basta+%21+Ja%2C+bin+ich+denn+Banane%3F+http%3A%2F%2Fis.gd%2FTUkAwy" title="Post to Twitter"><img class="nothumb" src="http://basta-wuppertal.de/basta/wp-content/plugins/tweet-this/icons/de/twitter/tt-twitter-micro3.png" alt="Post to Twitter" /></a> <a target="_blank" rel="nofollow" class="tt" href="http://delicious.com/post?url=http://basta-wuppertal.de/2011/12/ja-bin-ich-denn-banane/&amp;title=Ja%2C+bin+ich+denn+Banane%3F" title="Post to Delicious"><img class="nothumb" src="http://basta-wuppertal.de/basta/wp-content/plugins/tweet-this/icons/en/delicious/tt-delicious-micro3.png" alt="Post to Delicious" /></a> <a target="_blank" rel="nofollow" class="tt" href="http://www.facebook.com/share.php?u=http://basta-wuppertal.de/2011/12/ja-bin-ich-denn-banane/&amp;t=Ja%2C+bin+ich+denn+Banane%3F" title="Post to Facebook"><img class="nothumb" src="http://basta-wuppertal.de/basta/wp-content/plugins/tweet-this/icons/en/facebook/tt-facebook-micro3.png" alt="Post to Facebook" /></a> <a target="_blank" rel="nofollow" class="tt" href="http://stumbleupon.com/submit?url=http://basta-wuppertal.de/2011/12/ja-bin-ich-denn-banane/&amp;title=Ja%2C+bin+ich+denn+Banane%3F" title="Post to StumbleUpon"><img class="nothumb" src="http://basta-wuppertal.de/basta/wp-content/plugins/tweet-this/icons/en/su/tt-su-micro3.png" alt="Post to StumbleUpon" /></a></p></div>]]></content:encoded>
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		<title>Do., 15.12.: Kein Fußbreit dem Faschismus!</title>
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		<pubDate>Sun, 11 Dec 2011 17:09:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Oscar</dc:creator>
				<category><![CDATA[Dokumentiert]]></category>
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		<category><![CDATA[Wupertaler Aktionsbündnis]]></category>

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		<description><![CDATA[<b>Nächsten Donnerstag: zwei Kundgebungen/Demonstrationen in Wuppertal, am Polizeipräsidium und in Vohwinkel</b>
<br /><br />
Die internationale, türkisch-kurdisch-alevitisch-deutsche Initiative «Wuppertaler Aktionsbündnis», die bereits am 04.November mit einer internationalen antifaschistischen Demonstration in Wuppertal-Elberfeld ein Zeichen gegen Faschismus gesetzt hatte, das damals weit über 1.000 Menschen auf die Straßen der Innenstadt brachte, ruft für Donnerstag erneut zu Demonstrationen auf. Gemeinsam, u.a. mit der Antifa, der «Karawane für die Rechte der Flüchtlinge und MigrantInnen» und dem Aktionsbündnis <b>basta!</b>, wird anlässlich der skandalösen Vorgänge um die soganennte «NSU» und die dabei offensichtlich gewordenen Verstrickungen staatlicher Stellen in den Nazi-Terror um 18:00 Uhr zunächst vor dem Wuppertaler Polizeipräsidium eine Kundgebung abgehalten. Dabei soll den durch Neonazis Ermodeten gedacht werden.
<br /><br />
Die AufruferInnen stellen aber weiterhin auch fest, dass Naziterror und seine staatliche Duldung keine isolierte Angelegenheit eines Bundeslandes oder einer Stadt sind. Sie gehen davon aus, dass die Mörder lokale Helfer hatten, die ihrerseits Schutz von den örtlichen Behörden erhielten, u.a. auch in Dortmund. In diesem Zusammenhang wird auf die in letzter Zeit viel diskutierte Tatenlosigkeit der Wuppertaler Polizei und der Wuppertaler Justiz gegenüber den hiesigen Nazistrukturen verwiesen. (Siehe auch die Videos des Wuppertaler Medienprojekts oben rechts.)
<br /><br />
Im Anschluss gibt es eine Demonstration in Wuppertal-Vohwinkel, um im hauptsächlich betroffenen Stadtteil ein starkes antifaschistisches Signal zu setzen.
<br /><br />
<b>Do., 15.12., 18:00 Uhr Kundgebung am Polizeipräsidium
Do., 15.12., 19:30 Uhr Treffpunkt Schwebebahnstation Vohwinkel</b>
<br /><br />
Nachfolgend dokumentieren wird den Aufruf.<br />
<b><i>«Kein Fußbreit dem Faschismus..!!!»<br />
«Fasizme Ayak Bastirmayacagiz..!!!»</i></b><br />
(Auch in Türkisch als pdf zum Download.)]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="pf-content"><p>Die internationale, türkisch-kurdisch-alevitisch-deutsche Initiative «Wuppertaler Aktionsbündnis», die bereits am 04.November mit einer internationalen antifaschistischen Demonstration in Wuppertal-Elberfeld ein Zeichen gegen Faschismus gesetzt hatte, das damals weit über 1.000 Menschen auf die Straßen der Innenstadt brachte, ruft für Donnerstag erneut zu Demonstrationen auf. Gemeinsam, u.a. mit der Antifa, der «Karawane für die Rechte der Flüchtlinge und MigrantInnen» und dem Aktionsbündnis <strong>basta!</strong>, wird anlässlich der skandalösen Vorgänge um die soganennte «NSU» und die dabei offensichtlich gewordenen Verstrickungen staatlicher Stellen in den Nazi-Terror um 18:00 Uhr zunächst vor dem Wuppertaler Polizeipräsidium eine Kundgebung abgehalten. Dabei soll den durch Neonazis Ermodeten gedacht werden.</p>
<p>Die AufruferInnen stellen aber weiterhin auch fest, dass Naziterror und seine staatliche Duldung keine isolierte Angelegenheit eines Bundeslandes oder einer Stadt sind. Sie gehen davon aus, dass die Mörder lokale Helfer hatten, die ihrerseits Schutz von den örtlichen Behörden erhielten, u.a. auch in Dortmund. In diesem Zusammenhang wird auf die in letzter Zeit viel diskutierte Tatenlosigkeit der Wuppertaler Polizei und der Wuppertaler Justiz gegenüber den hiesigen Nazistrukturen verwiesen. (Siehe auch die Videos des Wuppertaler Medienprojekts oben rechts.)</p>
<p>Im Anschluss gibt es eine Demonstration in Wuppertal-Vohwinkel, um im hauptsächlich betroffenen Stadtteil ein starkes antifaschistisches Signal zu setzen.</p>
<p><strong>Do., 15.12., 18:00 Uhr Kundgebung am Polizeipräsidium<br />
Do., 15.12., 19:30 Uhr Treffpunkt Schwebebahnstation Vohwinkel</strong></p>
<p>Nachfolgend dokumentieren wird den Aufruf.<br />
<strong><em>«Kein Fußbreit dem Faschismus..!!!»<br />
«Fasizme Ayak Bastirmayacagiz..!!!»</em></strong><br />
(Auch in Türkisch &#8211; unten als pdf zum Download.)</p>
<p>*** ***</p>
<p><strong>Kein Fußbreit dem Faschismus!</strong><br />
<strong>Schluss mit der Zusammenarbeit von Geheimdiensten, Polizei und Justiz mit Nazis!</strong></p>
<p>Wir sind erschüttert. Und gleichzeitig ungeheuer zornig. Jeden Tag hören und lesen wir neue Einzelheiten zu den faschistischen Morden einer nazistischen Terrorgruppe an mindestens zehn unserer Mitmenschen in Nürnberg, München, Kassel, Hamburg, Dortmund und Rostock, sowie in Heilbronn. Mit jeder neuen Nachricht wird die Gewissheit größer, dass staatliche Stellen den Nazi-Terror nicht nur deckten, sondern tief in ihn verstrickt sind.<br />
<strong>Wir klagen das an.</strong></p>
<p>Bestürzt registrieren wir, dass die deutsche Öffentlichkeit mehrere Tage brauchte, bis ein rassistisches Wort wie «Dönermorde» weitgehend aus den Medien verschwunden ist. Es zeigt, dass rassistische Ansichten in weiten Teilen der deutschen Gesellschaft noch immer das Denken und Handeln bestimmen.<br />
<strong>Wir klagen das an.</strong></p>
<p>Wütend verfolgen wir die auch jetzt noch fortgesetzten Versuche, über eine «Extremismus»-Debatte menschenverachtende faschistische Ideologie und linke, emanzipatorische Ansichten gleichzusetzen und damit indirekt rechte Gewalt zu rechtfertigen und den Untätigen Alibis für fehlende Zivilcourage zu liefern.<br />
<strong>Wir klagen das an.</strong></p>
<p>Wir denken an viele Genossen und Genossinen, die in Deutschland nach  § 129 a und b verurteilt im Gefängnis sitzen, weil der Vorwurf der «Bildung einer terroristischen Vereinigung» als Allzweckwaffe gegen linken Widerstand eingesetzt wird – auch gegen antifaschistisch agierende Gruppen. Und wir sehen bekennende, gefährliche Nazis frei herumlaufen, vorzeitig aus der Haft entlassen, ausgestattet mit «guten Sozialprognosen» – und geschützt von etwas, das in der Türkei «tiefer Staat» genannt wird.<br />
<strong>Wir klagen das an.</strong></p>
<p>Angesichts der massenhaft ungeklärten Fragen im aktuellen Fall der sogenannten «Thüringer Terrorzelle» erinnern wir an die vielen früheren Verbrechen der Faschisten, die niemals aufgeklärt wurden, und bei denen deutsche staatliche Stellen wie Geheimdienste, Polizei und Justiz immer wieder zweifelhafte Rollen gespielt haben.</p>
<p><em>Wir erinnern an das Münchner «Oktoberfestattentat» im Jahr 1980 mit dreizehn Toten und über 200 Verletzten.</em></p>
<p><em>Wir erinnern an die seit 1990 weit über einhundert, durch Nazis auf den Straßen, Plätzen und in den Häusern dieses Landes getöteten Menschen.</em></p>
<p><em>Wir erinnern an die Pogrome gegen Flüchtlinge in Hoyerswerda oder Rostock und an die folgende Abschaffung des Asylrechts.</em></p>
<p><em>Wir erinnern an den Brandanschlag von Mölln. Und wir erinnern uns natürlich an die mörderische Brandstiftung in Solingen auf das Haus der Familie Genç, bei dem fünf Menschen starben.</em></p>
<p>Wir erinnern uns daran, dass auch damals schon eine Verbindung zum Verfassungsschutz sichtbar war. Und wir erinnern daran, dass unter der Leitung der Wuppertaler Polizeibehörde eine bis heute lückenhafte und fragwürdige Aufklärung des heimtückischen Massenmordes betrieben wurde.</p>
<p>Wir klagen an, dass die gleichen Polizei- und Justizbehörden aus Wuppertal bis heute von Nazis bedrohte Menschen allein lassen. Dass Polizei und Politik in dieser Stadt durch eine vorauseilende Extremismusdefinition rechter Gewalt Vorschub leisten. Wir klagen an, dass in allen Bereichen antifaschistische Aktivitäten behindert werden, während die bekannten Wuppertaler Nazis gleichzeitig ungestört agieren und agitieren können. Wir klagen an, daß Ermittlungsverfahren wie beispielsweise jenes zum Überfall auf das Kino in Elberfeld früh- und vorzeitig eingestellt werden, ohne wichtige Zeugen zu befragen, oder Beweise zu sichern.</p>
<p>Wir stellen uns inzwischen die Frage, wieviele «V-Leute» in Wuppertal in die nazistischen Aktivitäten verwickelt sind. Wir wollen wissen, ob die auffallende und zuletzt auch öffentlich kritisierte Tatenlosigkeit der Wuppertaler Polizei mit einer Verstrickung des nordrheinwestfälischen Verfassungsschutzes oder eines anderen Geheimdienstes mit den Nazigruppen begründet werden muss – so, wie es in Thüringen offenbar der Fall war.</p>
<p>Wir stellen fest, dass – anders als uns Politiker und viele Medien glauben machen wollen – Naziterror und seine staatliche Duldung keine isolierte Angelegenheit eines Bundeslandes oder einer Stadt sind. Zu Recht wird davon ausgegangen, dass die Mörder lokale Helfer hatten, die ihrerseits Schutz von den örtlichen Behörden erhielten, unter anderem also in Nürnberg, Dortmund oder München.</p>
<p>Obwohl wir eine lückenlose Aufklärung der Morde durch die Thüringer Terrorgruppe fordern, ist deshalb klar, dass es ist jetzt nicht damit getan ist, den speziellen Thüringer Fall zu untersuchen und anzuklagen.</p>
<p>Vielmehr muss es darum gehen, die Kumpaneien und die direkte oder indirekte Zusammenarbeit von Geheimdiensten, Polizei und Justiz mit den Nazibanden in jedem Ort und in jeder Stadt aufzudecken und zu beenden. Die allgegenwärtigen Strukturen der staatlichen Deckung für Faschisten müssen angeprangert werden!</p>
<p>Am 15. Dezember wollen wir deshalb vor dem Wuppertaler Polizeipräsidium demonstrieren, den Opfern faschistischer Gewalt gedenken, und die lokalen Behörden auffordern, jetzt endlich die WuppertalerInnen zu schützen. So wie es die Polizeipräsidentin Rademacher ständig verspricht.</p>
<p>Wir fordern die Wuppertaler Polizei auf, ihre eigene Tatenlosigkeit zu beenden und antifaschistische Aktionen nicht weiter zu behindern. Wir fordern die Wuppertaler Justiz auf, zu ermitteln und eindeutig überführte nazistische TäterInnen vor Gericht zu stellen. Und wir fordern die Wuppertaler Öffentlichkeit auf, in ihrem Engagement für diese Forderungen nicht nachzulassen.</p>
<p><a title="Aufruf auf Türkisch" href="http://basta-wuppertal.de/basta/wp-content/uploads/2011/12/Fasizme-Ayak-Bastirmayacagiz...pdf" target="_blank"><strong>Der Text des Aufrufs auf Türkisch als pdf-Datei</strong></a></p>
<div id="attachment_2457" class="wp-caption aligncenter" style="width: 480px"><a href="http://basta-wuppertal.de/basta/wp-content/uploads/2011/12/screen-capture_medienprojekt.jpg" rel="lightbox[2456]" title="screen-capture_medienprojekt"><img class="size-medium wp-image-2457" title="screen-capture_medienprojekt" src="http://basta-wuppertal.de/basta/wp-content/uploads/2011/12/screen-capture_medienprojekt-470x263.jpg" alt="" width="470" height="263" /></a><p class="wp-caption-text">Screencapture aus dem Video des Medienprojekts Wuppertal</p></div>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
</div><div class="tweetthis" style="text-align:left;"><p> <a target="_blank" rel="nofollow" class="tt" href="http://twitter.com/intent/tweet?text=basta+%21+Do.%2C+15.12.%3A+Kein+Fu%C3%9Fbreit+dem+Faschismus%21+http%3A%2F%2Fis.gd%2FxvP7wi" title="Post to Twitter"><img class="nothumb" src="http://basta-wuppertal.de/basta/wp-content/plugins/tweet-this/icons/de/twitter/tt-twitter-micro3.png" alt="Post to Twitter" /></a> <a target="_blank" rel="nofollow" class="tt" href="http://delicious.com/post?url=http://basta-wuppertal.de/2011/12/demos-am-15-12/&amp;title=Do.%2C+15.12.%3A+Kein+Fu%C3%9Fbreit+dem+Faschismus%21" title="Post to Delicious"><img class="nothumb" src="http://basta-wuppertal.de/basta/wp-content/plugins/tweet-this/icons/en/delicious/tt-delicious-micro3.png" alt="Post to Delicious" /></a> <a target="_blank" rel="nofollow" class="tt" href="http://www.facebook.com/share.php?u=http://basta-wuppertal.de/2011/12/demos-am-15-12/&amp;t=Do.%2C+15.12.%3A+Kein+Fu%C3%9Fbreit+dem+Faschismus%21" title="Post to Facebook"><img class="nothumb" src="http://basta-wuppertal.de/basta/wp-content/plugins/tweet-this/icons/en/facebook/tt-facebook-micro3.png" alt="Post to Facebook" /></a> <a target="_blank" rel="nofollow" class="tt" href="http://stumbleupon.com/submit?url=http://basta-wuppertal.de/2011/12/demos-am-15-12/&amp;title=Do.%2C+15.12.%3A+Kein+Fu%C3%9Fbreit+dem+Faschismus%21" title="Post to StumbleUpon"><img class="nothumb" src="http://basta-wuppertal.de/basta/wp-content/plugins/tweet-this/icons/en/su/tt-su-micro3.png" alt="Post to StumbleUpon" /></a></p></div>]]></content:encoded>
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		<title>Updates 9.November in Wuppertal</title>
		<link>http://basta-wuppertal.de/2011/11/updates-9-november-in-wuppertal/</link>
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		<pubDate>Wed, 09 Nov 2011 13:54:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Oscar</dc:creator>
				<category><![CDATA[Dokumentiert]]></category>
		<category><![CDATA[Freiraum]]></category>
		<category><![CDATA[Stadt+Kieze]]></category>
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		<category><![CDATA[Antifa]]></category>
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		<category><![CDATA[Wuppertal]]></category>

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		<description><![CDATA[Informationen rund um den heutigen Gedenktag zur Reichspogromnacht, zu den Demos, Gedenkveranstaltungen und Aktivitäten in Wuppertal-Vohwinkel und Elberfeld.<br /><br />Erinnern heißt Handeln!<br /><br />Die kurze Chronologie des Tages.

]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="pf-content"><p><strong>[Update 10.11.]</strong> Die Chronik wurde aus der Erinnerung und mithilfe der gesendeten Tweets heute vervollständigt. Uhrzeiten können leicht abweichen. Ergänzungen bzw. Korrekturen sind erbeten. Schreibt an redaktion [at] basta-wuppertal.de</p>
<p><strong>[Update 23:30 Uhr]</strong> Nach Feststellung der Personalien der Eingekesselten wird der Polzeikessel an der Ludwigstraße aufgelöst. Die Leute gehen in der Gruppe von der Polizei begleitet in Richtung Hauptbahnhof. Es bleibt der Eindruck, daß die Wuppertaler Polizeiführung darauf gewartet hat, daß die &#8220;zivilen Zeugen und Zeuginnen&#8221; im Bett sind, um der Antifa zu zeigen, was die Polizei von Protesten gegen Nazis hält. Leider war es schwer, Anwesende im Kiez oder in den dort befindlichen Lokalen davon zu überzeugen, sich zum Kessel zu begeben. Darüber und über die ganze Angelegenheit wird sicher nochmal zu reden sein.</p>
<p><strong>[Update 23:30 Uhr]</strong> Angeblich können die Leute den Kessel an der Ludwigstraße verlassen, sofern sie bereit sind, ihre Personalien feststellen zu lassen. Ohne Anlass. Die meisten wollen einfach nur nach Hause.</p>
<p><strong>[Update 23:00 Uhr]</strong> Polizeikessel an der Ludwigstraße! Gegenüber dem &#8220;Café Europa&#8221; kesseln die Polizisten die gerade am AZ losgegangene Gruppe Antifaschisten und Antifaschistinnen ein. Ca. 30 Leute sind im Kessel. Nach dem &#8220;Hausarrest&#8221; folgt nun eine Festsetzung unter freiem Himmel in der kalten Nachtluft! Die Leute haben absolut nichts gemacht!</p>
<p><strong>[Update 22:50 Uhr]</strong> Viele der kurz zuvor im AZ &#8220;eingesperrten&#8221; Menschen möchten nun ebenfalls nach Hause. Einige haben noch eine längere Heimfahrt vor sich. Auch aufgrund der früheren Gerüchte wird entschieden, in einer größeren Gruppe gemeinsam in Richtung Bahnhof zu gehen.</p>
<p><strong>[Update 22:40 Uhr]</strong> Der &#8220;Hausarrest&#8221; für die im AZ Anwesenden ist wieder aufgehoben – die Polizeipräsenz im Kiez jedoch noch immer hoch. Von den angekündigten Nazis am Hauptbahnhof ist nix zu sehen. Wahrscheinlich wollte die Polizei die von anderswo angereisten Nasen möglichst geräuschlos aus der Stadt haben&#8230;</p>
<p><strong>[Update 22:15 Uhr]</strong> Als die &#8220;Zivilgesellschaft&#8221; längst vor die Fernsehgeräte oder ins Bett verschwunden ist, sorgt die Staatsmacht doch noch für einen Skandal. Während einerseits Gerüchte die Runde machen, die Nazis hätten die Wohnung(en) in Vohwinkel verlassen und befänden sich auf dem Weg nach Elberfeld, wird andererseits das AZ an der Gathe abgeriegelt. Mehrere Wannen und eine Polizeikette zwischen Markomannenstraße und Gathe hindern die anwesenden Antifaschisten und Antifaschistinnen daran, das Haus zu verlassen. Es wird auch gefilmt.</p>
<p><strong>[Update 20:00 Uhr]</strong> Die Demonstration in Vohwinkel ist ohne größere Zwischenfälle beendet. Viele TeilnehmerInnen kehren nach Elberfeld zurück.</p>
<p><strong>[Update 20:00 Uhr]</strong> Die Demonstration der Antideutschen Antifa macht eine Zwischenkundgebung am Neumarkt, von da geht es zur Abschlußkundgebung an der Alten Synagoge in Elberfeld.</p>
<p><strong>[Update 19:20 Uhr]</strong> Radio Wuppertal spricht von 2.000 TeilnehmerInnen an der Vohwinkeler Gedenkdemonstration und weiß von keinerlei Zwischenfällen..</p>
<p><strong>[Update 19:20 Uhr]</strong> Aus der Nazi-WG in Vohwinkel wird die Gedenkdemonstration &#8220;standesgemäß&#8221; begrüßt. Es sind Rufe wie &#8220;Sechs Millionen sind nicht genug&#8221; aus den geöffneten Fenstern zu hören. Die Polizei unternimmt nichts.</p>
<p><strong>[Update 19:15 Uhr]</strong> Es gibt eine Kundgebung am Lokal &#8220;Bierbrunnen&#8221; in Vohwinkel, das als Treffpunkt der lokalen Nazis gilt. Der Wirt weigert sich nach wie vor, den Nazis Hausverbot zu erteilen.</p>
<p><strong>[Update 19:00 Uhr]</strong> Die kleine Demonstration von &#8220;Hannahs Antifa&#8221; erreicht die Elberfelder Innenstadt. Zwischen Transparente geklemmt, solidarisieren sich etwa 100-120 Menschen vor allem mit Israel. Die Polizei bleibt ruhig.</p>
<p><strong>[Update 18:30 Uhr]</strong> Die Polizeipräsenz am Döppersberg ist immer noch hoch. Sie warten auf die Anftifa-Demo der Antideutschen, die sich noch am Treffpunkt, dem Schauspielhaus, befindet.</p>
<p><strong>[Update 18:15 Uhr]</strong> Mehrere tausend Menschen in Wuppertal-Vohwinkel, mehrere hundert im Antifa-Block.</p>
<p><strong>[Update 18:00 Uhr]</strong> Aus Vohwinkel hört man ebenfalls von einem großen Aufgebot der Polizei. Gedenken auf bundesdeutsch. In Uniform.</p>
<p><strong>[Update 17:00 Uhr]</strong> Massives Polizeiaufgebot am Döppersberg. Nach Vohwinkel anreisende Antifaschisten und Antifaschistinnen werden schon in Elberfeld schikaniert</p>
<p><strong>[Update 15:30 Uhr]</strong> Treffpunkt der zweiten Antifa-Demo bleibt um 18:00 das Schauspielhaus. Von da geht&#8217;s dann am Döppersberg vorbei.</p>
<p><strong>[Info-Update]</strong> Twitter-Ticker: @actiondayswpt @InfoportalWPT @9nov_wuppertal @bastawuppertal per WAP: http://t.co/WOdpItmG</p>
<p><strong>[Update 14:45 Uhr] Der Treffpunkt 17:00 Uhr am Döppersberg bleibt.</strong> Von da gemeinsame Anreise nach Vohwinkel</p>
<p><strong>[Update 14:30 Uhr]</strong> Das BVG in Karlsruhe hat den Eilantrag der Nazis abgelehnt – <strong>es gibt definitiv keine erlaubte Nazidemonstration in Elberfeld</strong></p>
<p><strong>[Update 13:00 Uhr]</strong> Die Anmeldung der Nazis ist nicht für 17:00, sondern für 19:30</p>
<p><strong>[Update 13:00 Uhr]</strong> Das BVG in Karlsruhe tagt noch – keine Entscheidung zum Eilantrag</p>
<p><strong>[Update 12:30 Uhr]</strong> An den City-Arkaden parken schon ziemlich viele Polizeigitter</p>
<p><strong>[Update 09.November]</strong> Vohwinkel: Angeblich schließen heute viele Geschäfte schon am frühen Nachmittag. Generalstreik gegen Nazis?</p>
</div><div class="tweetthis" style="text-align:left;"><p> <a target="_blank" rel="nofollow" class="tt" href="http://twitter.com/intent/tweet?text=basta+%21+Updates+9.November+in+Wuppertal+http%3A%2F%2Fis.gd%2FvQLu10" title="Post to Twitter"><img class="nothumb" src="http://basta-wuppertal.de/basta/wp-content/plugins/tweet-this/icons/de/twitter/tt-twitter-micro3.png" alt="Post to Twitter" /></a> <a target="_blank" rel="nofollow" class="tt" href="http://delicious.com/post?url=http://basta-wuppertal.de/2011/11/updates-9-november-in-wuppertal/&amp;title=Updates+9.November+in+Wuppertal" title="Post to Delicious"><img class="nothumb" src="http://basta-wuppertal.de/basta/wp-content/plugins/tweet-this/icons/en/delicious/tt-delicious-micro3.png" alt="Post to Delicious" /></a> <a target="_blank" rel="nofollow" class="tt" href="http://www.facebook.com/share.php?u=http://basta-wuppertal.de/2011/11/updates-9-november-in-wuppertal/&amp;t=Updates+9.November+in+Wuppertal" title="Post to Facebook"><img class="nothumb" src="http://basta-wuppertal.de/basta/wp-content/plugins/tweet-this/icons/en/facebook/tt-facebook-micro3.png" alt="Post to Facebook" /></a> <a target="_blank" rel="nofollow" class="tt" href="http://stumbleupon.com/submit?url=http://basta-wuppertal.de/2011/11/updates-9-november-in-wuppertal/&amp;title=Updates+9.November+in+Wuppertal" title="Post to StumbleUpon"><img class="nothumb" src="http://basta-wuppertal.de/basta/wp-content/plugins/tweet-this/icons/en/su/tt-su-micro3.png" alt="Post to StumbleUpon" /></a></p></div>]]></content:encoded>
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		<title>9.November in Wuppertal &#8211; Gedenken und Aktionen</title>
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		<pubDate>Tue, 08 Nov 2011 15:41:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Oscar</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der morgige 09. November – der Jahrestag der Reichspogromnacht 1938, bei der auch in Wuppertal die beiden Syagogen abgebrannt wurden - kristallisiert sich nach dem 29.Januar immer mehr zum zweiten zentralen Termin diesen Jahres in der Auseinandersetzung mit der lokalen Nazi-Szene heraus. Nachdem Anfang des Jahres viele tausend WuppertalerInnen gegen eine Nazidemonstration auf die Straße gingen, die nur mithilfe eines massiven Polizeieinsatzes durchgesetzt werden konnte, rufen für den morgigen Mittwoch gleich mehrere Gruppen zum Gedenken und zu antifaschistischen Kundgebungen auf.<br /><br /><i>Das Bild entstand am 29.01.2011 auf der Talsohle.</i>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="pf-content"><p>Der morgige 09. November – der Jahrestag der Reichspogromnacht 1938, bei der auch in Wuppertal die beiden Syagogen abgebrannt wurden &#8211; kristallisiert sich nach dem 29.Januar immer mehr zum zweiten zentralen Termin diesen Jahres in der Auseinandersetzung mit der lokalen Nazi-Szene heraus. Nachdem Anfang des Jahres viele tausend WuppertalerInnen gegen eine Nazidemonstration auf die Straße gingen, die nur mithilfe eines massiven Polizeieinsatzes durchgesetzt werden konnte, rufen für den morgigen Mittwoch gleich mehrere Gruppen zum Gedenken und zu antifaschistischen Kundgebungen auf.</p>
<p>Für 17:30 Uhr mobilisiert das im Januar gegründete «Wuppertaler Bündnis gegen Nazis» zusammen mit der städtischen «Initiative für Toleranz und Demokratie» und diversen freien Gruppen zu einer Kundgebung auf dem Vohwinkeler Lienhardplatz. Warum als Ort der Stadtteil Vohwinkel ausgewählt wurde, liegt auf der Hand. Dort versuchen die Nazis seit geraumer Zeit eine brutale Hegemonie zu erreichen, die Migranten und Migrantinnen, echte und vermeindliche Antifaschisten und Antifaschistinnen und alle anderen Menschen im Stadtteil bedroht. Mehrere Zwischenfälle, die von der Polizei im Stadtteil in skandalöser Art und Weise heruntergespielt wurden, belegen das. (Eine Begründung für die Ortswahl findet sich auch im unten dokumentierten Aufruf zum 09. November, weitere Informationen, u.A. zu den Nazi-Übergriffen gibt es über die unten verlinkten Seiten.) Vom Lienhardplatz aus soll die große Gedenkdemonstration zur Kaiserstraße führen, an der das Haus der «Nazi-Wohngemeinschaft» liegt, in die sich die Täter des Knüppelüberfalls auf BesucherInnen des Vohwinkeler Flohmarktes im September zurückzogen.</p>
<p>In Reaktion darauf versuchen die Wuppertaler Nazis, die angemeldete Kundgebung und Demonstration durch die Anmeldung einer eigenen Kundgebung in Elberfeld zu spalten und das Gedenken an das Fanal, das den Beginn der Menschenvernichtung in Nazideutschland markierte, zu verhöhnen. Sie haben für den späten Nachmittag am Döppersberg in Elberfeld eine Kundgebung «gegen Antifaschismus» angemeldet, die inzwischen sowohl durch die Wuppertaler Polizei, als auch durch das Verwaltungsgericht Düsseldorf verboten wurde. Nach neuesten Informationen wurde gegen das Verbot allerdings vor dem Oberverwaltungsgericht Münster Rechtsmittel eingelegt. Mit einer Entscheidung durch das Gericht ist nicht vor dem Gedenktag selber zu rechnen. Wie auch immer das Gericht entscheiden mag – es ist damit zu rechnen, daß die Nazis in Elberfeld präsent sein werden um zu provozieren.</p>
<p><em>[Update: Auch das OVG Münster bestätigt bereits jetzt das Verbot der Nazidemo. Es bleibt den Nazis jetzt noch der Weg zu einer Eilentscheidung durch das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe. Einen solchen Rechtsweg haben sie schon häufiger in ähnlichen Fällen erfolgreich beschritten.]</em></p>
<p>Um auf die zu erwartenden Provokationen durch die Nazis reagieren zu können, wird deshalb für 17:00 am Bahnhof Döppersberg ein Treffpunkt ausgerufen, an dem sich alle versammeln sollen, die sich gemäß des Mottos der Vohwinkeler Demonstration – «Erinnern heißt Handeln!» – engagieren wollen. Die AufruferInnen für den antifaschistischen Treffpunkt um 17:00 Uhr betonen, daß ihre Aktionen «Teil des Gedenkens» im Wuppertaler Westen sind.</p>
<p>Doch nicht genug mit Aktion – Reaktion – und Gegenreaktion, es gibt noch eine zweite antifaschistische Kundgebung in Elberfeld, die bereits seit längerer Zeit in der Planung war. Um 18:00 Uhr versammeln sich Antifaschisten und Antifaschistinnen am Wuppertaler Schauspielhaus. Der Treffpunkt ist abweichend von den im Stadtbild zu findenden Plakaten, da die Nazis den Organisatoren und Organisatorinnen der Kundgebung mit ihrer (verbotenen) eigenen Anmeldung am Döppersberg zuvorgekommen waren.</p>
<p>Die zweite Antifa-Kundgebung, die unter dem Motto «Never forget! Never forgive! Gegen Nazis, Volksgemeinschaft und Geschichtsrevisionismus» steht, ließ sich nicht in die Aktivitäten in Vohwinkel integrieren. Eine Begründung dazu gibt es auf der unten verlinkten Seite.</p>
<p>Der 09.November 2011 wird so zu einem etwas unübersichtlichen Flickenteppich, der allerseits sicher viele Menschen mobilisieren wird. Daß es dazu gekommen ist, ist zu einem Gutteil auch der Wuppertaler Polizei und der Staatsanwaltschaft zuzuschreiben, die zuletzt duch die empörende Einstellung der Verfahren bezüglich des Naziüberfalls auf das Wuppertaler Kino Cinemaxx überregional Schlagzeilen gemacht hat. Durch das Beharren auf einer diskreditierenden und grundfalschen «Extremismus»-Definition haben sie die Nazis unnötig bestärkt und deren Übergriffe indirekt gerechtfertigt.</p>
<p>Die absehbare Eskalation wäre durch ein entschlossenes Eingreifen der Stadt und der Staatsgewalt einzudämmen gewesen. Doch schon am 29.Januar, als ein übergroßes Polizeiaufgebot die verkürzte Demoroute der Nazis durchgesetzt hat, wurde klargemacht, daß daran kein Interesse besteht. Jetzt ist abzuwarten, wie sich die Situation entwickelt. Es ist zu hoffen, daß das offensichtlich immer notwendigere Gedenken an das Verbrechen Deutschlands, das sich am 09.November 1938 erstmals mörderisch und massenhaft manifestierte, nicht durch rechte Provokationen und Übergriffe gestört wird.</p>
<p>In jedem Fall gilt am Mittwoch eine erhöhte Wachsamkeit im ganzen Stadtgebiet und in den Kiezen, um den Nazis entschlossen entgegenzutreten – wo immer sie auch auftreten. Aktuelle Infos gibt es morgen über Twitter via Hashtag «9nov» und – soweit möglich – über unsere Homepage.</p>
<p>Nachfolgend dokumentieren wir einen «Aufruf autonomer Antifaschisten und Antifaschistinnen» zum 09.November und weitere Links zum Thema:</p>
<blockquote><p>Die Verbrechen der Nationalsozialisten mahnen -<br />
“Erinnern heißt handeln!” (Esther Bejarano)<br />
Kein Platz für Nazis in Wuppertal-Vohwinkel und anderswo!</p>
<p>11.00 Uhr Jüdischer Friedhof am Weinberg Wuppertal-Elberfeld:<br />
Gedenken an die Pogromnacht 1938</p>
<p>17:00 Uhr Kaiserstrasse/ Ecke Edith-Stein Strasse:<br />
Gedenkkundgebung für die Vohwinkler NS-Opfer mit Gedenktafelenthüllung</p>
<p>17:30 Uhr Lienhard-Platz:<br />
Teilnahme an der antifaschistischen Demonstration vor den Häusern der Nazis in der Kaiserstrasse (wir organisieren einen Antifa-Block)</p>
<p>ab 19:00 Uhr:<br />
Kundgebung der Kampagne „Kein Bier für Nazis“ vor dem Bierbrunnen und weitere Überraschungen…</p>
<p>Aufruf zum antifaschistischen Block</p>
<p>Wir rufen dazu auf, gemeinsam in einem antifaschistischen Block auf die Demonstration zu gehen und vor den Häusern der Nazis in Vohwinkel zu demonstrieren. Der Antifa-Block wird sich gegen Nazi-Provokationen und -angriffe zu verteidigen wissen. Herumirrende Nazis werden wir entschlossen in ihre Schranken weisen.</p>
<p>Ein weiterer Schwerpunkt des Antifa-Blocks wird die kreative Thematisierung der unsäglichen „Rechts-Links-Gleichsetzungen“ der Wuppertaler Polizei und mancher hinterwäldlerischer Politiker*innen sein. Wir behalten uns vor, zu intervenieren, wenn Politiker*innen wieder Antifaschist*innen mit Nazis gleichsetzen.</p>
<p>Darüber hinaus werden wir selbstverständlich an die antisemitische, rassistische und islamfeindliche Politik der Sarrazins, Westerwelles und Möllemänner erinnern, deren gepflegter Extremismus der Mitte entscheidend zum rassistischen Klima in dieser Gesellschaft beiträgt und den Nazibanden erst den politischen Raum eröffnet hat.</p>
<p>Es bleibt dabei: Antifaschismus ist Handarbeit!<br />
Organisieren wir die antifaschistische Selbsthilfe!</p>
<p>Kommt alle, bringt eure Crews und Familien mit!</p>
<p>Aufruf autonomer Antifaschist*innen aus Wuppertal</p>
<p>Seit vielen Jahren erinnert die antifaschistische Bewegung am 9. November an die Pogrome vom 9.–11. November 1938 in Wuppertal. Ein zentraler Schwerpunkt unserer antifaschistischen Arbeit war und ist die Gedenkarbeit für die NS-Opfer. Die Parole „Kein Vergeben – kein Vergessen!“ ist für uns eine besondere Verpflichtung. So waren wir an der Kampagne in Mittenwald gegen die Gebirgsjäger beteiligt, organisierten Aktionen für die Entschädigung aller Zwangsarbeiter*innen oder demonstrierten gegen nicht verurteilte NS-Kriegsverbrecher wie Heinrich Boere und Theodor Oberländer. In Zusammenarbeit mit anderen Organisationen veranstalten wir regelmäßig Gedenkveranstaltungen, besuchen Widerstandskämpfer*innen und organisieren Gedenkstättenreisen nach Auschwitz, Westerbork und Buchenwald.</p>
<p>Die antisemitischen Pogrome, die der Auftakt zu Judenvernichtung und Vernichtungskrieg waren, sind nicht vergessen! Im Gegenteil – die Verbrechen der Nationalsozialisten mahnen uns, das Entstehen einer neuen Nazi-Bewegung wirksam zu bekämpfen.</p>
<p>Endlich</p>
<p>Wir begrüßen es ausdrücklich, dass – endlich – die Wuppertaler Zivilgesellschaft das Naziproblem</p>
<p>in Wuppertal-Vohwinkel ernstnimmt und am 9.November auf die Strasse gehen will. Wir freuen uns sehr, dass wir jetzt spürbare Verstärkung bekommen und hoffen, dass wir mit der Gedenkdemonstration am 9.November an die entschlossenen und kreativen Aktionen gegen den Naziaufmarsch vom 29.1.2011 anknüpfen können.</p>
<p>Wir autonome Antifaschist*innen übernehmen seit vielen Jahren die Verantwortung für den antifaschistischen Kampf und mussten uns wiederholt mit der Kriminalisierung durch die Polizei auseinandersetzen.<br />
Zuletzt wurden wir sogar von Lokal-Politikern und der Wuppertaler Polizei als sog „Linksextremistische Unruhestifter“ diffamiert und mit den Nazis gleichgesetzt.</p>
<p>Nach dem versuchten Totschlag an einer jungen Frau und den zum Teil schweren Kopfverletzungen verursacht durch bekannte Nazischläger auf dem Vohwinkler Flohmarkt, werden und können aber wir nicht einfach zur Tagesordnung zurückkehren. Wir betonen noch mal: Wer mit Knüppeln auf ungeschützte Köpfe eindrischt, wie es bei dem Überfall durch die Nazis geschehen ist, kann niemals ausschließen, dass das Opfer stirbt.</p>
<p>Wir müssen uns mit der gebotenen Vorsicht und Entschlossenheit ganz praktisch die Straße in Vohwinkel zurückerobern. Hauptziel unserer antifaschistischen Arbeit muss sein, dass auch Vohwinkler*innen ihre Ängste überwinden, das Naziproblem in ihrem Stadtteil endlich ernst nehmen und mit Eigeninitiative angehen und bewältigen. Es gibt zum Glück zarte Ansätze einer antifaschistischen Zivilgesellschaft in Vohwinkel, die gestärkt und unterstützt werden müssen.</p>
<p>Für die neuen Herausforderungen müssen wir lernen, solidarisch zu handeln und sorgsam antifaschistischen Selbstschutz zu organisieren. Dieses gemeinsame Handeln jenseits von politischen Unterschieden und sonst notwendigen Trennungen (hingewiesen sei hier u.a. auf Hartz IV, Kriegsbeteiligung, Atompolitik und rassistische Gesetzgebung) ist eine zentrale Lehre der Überlebenden des Nazi-Terrors und der geschlagenen Arbeiter*innenbewegung.</p>
<p>Die Wuppertaler Nazis und die Polizei</p>
<p>Die Wuppertaler Neonazis, die sich offensiv „Nationale Sozialisten Wuppertal“ nennen, sind eine Mischung aus Straßennazis und Nazikadern, die in den letzten zwei Jahren bei allen relevanten Naziaktionen und -aufmärschen im gesamten Bundesgebiet beteiligt waren. Sie sind fest in das Nazinetzwerk „AG Rheinland“ eingebunden, um das sich ein ganzer Mikrokosmos von „sozialem“ Leben und Nazipolitik gebildet hat – vom alltäglichen Propagandadelikt übers nationale Fußballturnier, der Nazi-Hardcore-Party, dem wöchentlichen Demoerlebnis bis zur geplanten Gewalttat ist alles dabei. Ein Teil der Neonazis (Kevin Koch, Fabian Mayer) wird von den Führungsfiguren der bundesweiten NS-Szene zu Kadern ausgebildet. Sie übernehmen z.B. die bundesweite Medienarbeit der Nationalsozialisten und fungieren zunehmend als Redner oder Ordner.Diese bundesweite Einbindung könnte auch der Grund sein, dass sich der Staatsschutz und der VS für die jungen Nazikader bis hin zur Verpflichtung als V-Leute interessieren.</p>
<p>Augenklappen für die Polizei</p>
<p>Obwohl diese Nazis seit über einem Jahr in Wuppertal in aller Öffentlichkeit gravierende Straftaten wie Messerangriffe, bewaffnete Überfälle und antisemitische Propagandadelikte begehen, die nach unser Kenntnis auch nach dem deutschen Strafgesetzbuch strafbar sind, wurde die Stärke der Naziszene in Wuppertal von der Polizei bis letzte Woche herunterredet.</p>
<p>Das hat sich jetzt überraschend geändert, weil der Leiter der Polizeiwache im der Nazi-Hochburg Wuppertal-Vohwinkel, Markus Preuß, unlängst gegenüber Journalist*innen von Radio Wuppertal und grünen Kommunalpolitikern seine Weltsicht erklärt hat: “Nazis machen in Vohwinkel kaum Probleme, das wahre Problem sind in Vohwinkel Linksradikale und Migranten.” Das empörte die Grünen und die Journalist*innen so nachhaltig, dass die Grünen einen Offenen Brief an die Polizeipräsidentin schrieben und die Journalist*innen darüber berichteten, sodass der Polizist mittlerweile ein Disziplinarverfahren hat und in Urlaub geschickt wurde. (Kommentar der Radio Wuppertal-Redaktion)</p>
<p>Markus Preuß ist aber nur die Spitze des polizeilichen Eisberges. Noch brisanter ist das zwischendurch eingestellte Ermittlungsverfahren wegen des Naziüberfalls auf eine Filmveranstaltung des Medienprojektes im Cinemaxx. „Die Einstellung wurde damit begründet, dass es sich um ein nicht weiter aufklärbares tumultartiges Geschehen handelt, bei dem den Beschuldigten konkrete Tatbeiträge nicht nachgewiesen werden konnten“, erklärte Oberstaatsanwalt Wolf Tilman Baumert auf Anfrage.</p>
<p>In 10 Monaten „polizeilicher Ermittlungsarbeit“ gab es nie einen ernsthaften Versuch, Zeug*innen des Überfalls zu suchen. Zeug*innenvernehmungen von schon bekannten Personen, die durch den Naziüberfall geschädigt wurden, wie z.B. die verletzten Security-Leute, der Kinobesitzer und die Leute vom Medienprojekt wurden einfach nicht getätigt. Auch der Nazi, der vom Security-Dienst festgehalten werden konnte und eindeutig Pfeffergas gesprüht hatte, taucht als Straftäter nicht mehr auf!</p>
<p>Es wurden weder Fotos zur Wiedererkennung der Täter den Zeug*innen vorgelegt, noch ernsthaft der Tathergang rekonstruiert. Ernsthafte Strafverfolgung sieht sicherlich anders aus. Die Frage ist natürlich, warum die Wuppertaler Polizei so offensichtlich dilettantisch (nicht) ermittelt?</p>
<p>Sind die Wuppertaler Behörden tatsächlich so unfähig und/oder faul, oder sind die Gründe für die “Strafvereitelung im Amt” noch gravierender?</p>
<p>Da die Polizeipräsidentin Radermacher, in ihren äußerst nervösen und unsouveränen Äußerungen zu dem Thema u.a. im Stadtrat, von verdeckten Ermittlungen in Nazikreisen sprach, ist es zu befürchten, dass an den Überfällen der Nazis V-Leute beteiligt waren und daher ernsthafte Ermittlungen nicht gewünscht waren, bzw. sind. Aufgrund der vielen deutschlandweiten Verbindungen würden sich Teile der Wuppertaler NS-Szene aus Sicht des Verfassungsschutzes dafür vortrefflich eignen.</p>
<p>Spätestens seit dem Solinger Brandanschlag von 1993 wissen wir, das der hiesige Staatsschutz und NRW-VS zur Deckung seiner V-Leute (damals Bernd Schmitt mit seiner Kampfsportschule Hak Pao) auch mal seine Ermittlungsakten kreativ gestaltet bzw. Belastungen einfach weglässt.</p>
<p>Autonome Antifaschist*innen aus Wuppertal – 20.10.2011</p></blockquote>
<p><a title="Zum offiziellen Aufruf" href="http://www.wuppertaler-initiative.de/321-aufruf-zur-gedenkveranstaltung-am-9112011" target="_blank"><strong>Der Aufruf der Initiative für Toleranz und Demokratie e.V.</strong></a><br />
<a title="Zum Artikel" href="http://www.mut-gegen-rechte-gewalt.de/news/meldungen/wuppertal-9212/" target="_blank"><strong>Hintergrundartikel zum Problem in Wuppertal von «Mut gegen rechte Gewalt»<br />
</strong></a><a title="Gedenken und Naziprovokation" href="http://antifacafewuppertal.blogsport.eu/archives/486" target="_blank"><strong>Ein Überblick zum 09. November des Antifa-Cafés</strong><strong></strong></a><a title="Zum Artikel" href="http://www.mut-gegen-rechte-gewalt.de/news/meldungen/wuppertal-9212/" target="_blank"><strong> Wuppertal<br />
</strong></a><a title="Aufruf und Infos" href="http://9novwuppertal.blogsport.de/" target="_blank"><strong>Infoseite zur Kundgebung am Schauspielhaus</strong><strong></strong></a><a title="Zum Artikel" href="http://www.mut-gegen-rechte-gewalt.de/news/meldungen/wuppertal-9212/" target="_blank"><strong><br />
</strong></a><a title="Zur Stellungnahme" href="http://hannasantifa.blogspot.com/2011/11/stellungsnahme-zu-den-demonstrationen.html" target="_blank"><strong>Stellungnahme zur zweiten Antifa-Kundgebung von</strong><strong> «Hannahs Antifa</strong></a><strong><a title="Zur Stellungnahme" href="http://hannasantifa.blogspot.com/2011/11/stellungsnahme-zu-den-demonstrationen.html" target="_blank">»</a></strong></p>
<p><a href="http://twitter.com/#!/search/%239nov"><strong>Zur Twittersuche #9nov</strong></a></p>
<p>&nbsp;</p>
</div><div class="tweetthis" style="text-align:left;"><p> <a target="_blank" rel="nofollow" class="tt" href="http://twitter.com/intent/tweet?text=basta+%21+9.November+in+Wuppertal+%E2%80%93+Gedenken+und+Aktionen+http%3A%2F%2Fis.gd%2Feb3I1Y" title="Post to Twitter"><img class="nothumb" src="http://basta-wuppertal.de/basta/wp-content/plugins/tweet-this/icons/de/twitter/tt-twitter-micro3.png" alt="Post to Twitter" /></a> <a target="_blank" rel="nofollow" class="tt" href="http://delicious.com/post?url=http://basta-wuppertal.de/2011/11/9-november-in-wuppertal-gedenken-und-aktionen/&amp;title=9.November+in+Wuppertal+%E2%80%93+Gedenken+und+Aktionen" title="Post to Delicious"><img class="nothumb" src="http://basta-wuppertal.de/basta/wp-content/plugins/tweet-this/icons/en/delicious/tt-delicious-micro3.png" alt="Post to Delicious" /></a> <a target="_blank" rel="nofollow" class="tt" href="http://www.facebook.com/share.php?u=http://basta-wuppertal.de/2011/11/9-november-in-wuppertal-gedenken-und-aktionen/&amp;t=9.November+in+Wuppertal+%E2%80%93+Gedenken+und+Aktionen" title="Post to Facebook"><img class="nothumb" src="http://basta-wuppertal.de/basta/wp-content/plugins/tweet-this/icons/en/facebook/tt-facebook-micro3.png" alt="Post to Facebook" /></a> <a target="_blank" rel="nofollow" class="tt" href="http://stumbleupon.com/submit?url=http://basta-wuppertal.de/2011/11/9-november-in-wuppertal-gedenken-und-aktionen/&amp;title=9.November+in+Wuppertal+%E2%80%93+Gedenken+und+Aktionen" title="Post to StumbleUpon"><img class="nothumb" src="http://basta-wuppertal.de/basta/wp-content/plugins/tweet-this/icons/en/su/tt-su-micro3.png" alt="Post to StumbleUpon" /></a></p></div>]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Klageerzwingung? Pressemitteilung</title>
		<link>http://basta-wuppertal.de/2011/03/klageerzwingung-pressemitteilung/</link>
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		<pubDate>Sun, 13 Mar 2011 17:09:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>redaktion</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Strafantrag]]></category>

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		<description><![CDATA[Nachdem die Wuppertaler Staatsanwaltschaft das Strafverfahren gegen die am 29.01. verantwortliche Polizeiführung eingestellt hat, prüft das Bündnis gegen Nazis nun ein Klageerzwingungsverfahren. <br /><br /><br />Wir dokumentieren die Pressemitteilung des Bündnisses.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="pf-content"><p><strong>Pressemitteilung des „Wuppertaler Bündnis gegen Nazis“ </strong><br />
<em>Wuppertal, den 10. März 2011<br />
</em><br />
<strong> Staatsanwaltschaft vereitelt juristische Aufarbeitung der Nazi-Demo</strong></p>
<p>Mitglieder des „Wuppertaler Bündnisses gegen Nazis“ verurteilen die Einstellung des Verfahrens gegen die Polizeiführung. Die Initiatorinnen und Initiatoren der Klage prüfen nun ein Klageerzwingungsverfahren.</p>
<p>Die Polizeistrategie und das Vorgehen von Polizeiführung und Einsatzkräften während des Nazi-Aufmarsches am 29.01.2011 führte bei zahlreichen beteiligten Bürgerinnen und Bürgern zu massiver Kritik. An diesem Tag hatte die Polizeiführung alles daran gesetzt, den Nazis ihren Marsch durch die Innenstadt zu ermöglichen. Die Polizeikräfte gingen unverhältnismässig und gewalttätig gegen antifaschistische Demonstrierende vor, während sie Straftaten der Nazis duldeten und Letztere durch die Stadt eskortierten. <a title="Artikel zum Strafantrag" href="http://basta-wuppertal.de/2011/02/strafantrag-gegen-die-polizei/" target="_blank">Vertreter des Bündnisses gegen Nazis haben aufgrund zahlreicher Vorfälle Strafantrag wegen „Strafvereitelung im Amt“ gegen die Polizeiführung gestellt</a>.</p>
<p>Das Strafverfahren wurde mit Verfügung vom 24.02.2011 durch die Staatsanwaltschaft Wuppertal eingestellt. In der Einstellungsverfügung heißt es, es bedürfe für ein Strafverfahren eines „objektiven und subjektiven Tatbestand“. In einer Stellungnahme gegenüber der örtlichen Tageszeitung (WZ v. 05.03.2011) erklärt der Pressesprecher der Staatsanwaltschaft Wuppertal das Verfahren fusse „ auf blossen Vermutungen“ und werde daher eingestellt.</p>
<p>„Mit solch fadenscheinigen Argumenten stellt sich die Staatsanwaltschaft offen gegen eine juristische Aufarbeitung der Geschehnisse am 29. Januar. Wer in diesem Zusammenhang von ‚bloßen Vermutungen’ redet, ist offensichtlich nicht willens, sich die zahlreichen Filmdokumente, die den Strafantrag untermauern, überhaupt einmal anzusehen“, sagt Harald Thomé, einer der Initiatoren des Strafantrages. Gewalt- und Mordaufrufe der Nazis gegen Linke und Andersdenkende sind dank<br />
der hervorragenden Arbeit des „Wuppertaler Medienprojektes“ ebenso gut dokumentiert, wie unverhältnismässige Polizeigewalt gegen Gegendemonstrierende. Die 56-minütige Filmdokumentation des Nazi-Aufmarsches wurde vor grossem Publikum mehrmals im CinemaxX aufgeführt. Eine aussagekräftige Nachlese der Geschehnisse ist auch auf Youtube unter dem Titel „Hallo ihr Trottel, Teil 6“ veröffentlicht. Das Filmmaterial verdeutlicht, dass die Nazis ihre Straftaten für alle Anwesenden sichtbar ausgeübten – auch unter den Augen und vor allem dem Schutz der Polizei. Das „Wuppertaler Bündnis“ wirft der Polizei daher vor, gegen Gewalt- und Mordaufrufe, antisemitische Hetze, das Absingen verbotener nationalsozialistischer Lieder und gegen die Vermummung von Nazis nicht eingeschritten zu sein. Sämtliche Vorwürfe finden sich im Übrigen in einem zweiten, anonymen Strafantrag wieder, der unabhängig von dem des Bündnisses bei der Staatsanwaltschaft einging.</p>
<p>Weil die Initiatorinnen und Initiatoren des Strafantrages die Untätigkeit der Justiz nicht ohne Weiteres hinnehmen wollen, wird derzeit ein Klageerzwingungsverfahren geprüft. „Angesichts der erdrückenden Beweislage wird die Begründung für eine Einstellung des Verfahrens zur Farce“, resümiert Thomé. „Die Staatsanwaltschaft ist offensichtlich nicht bereit, sich kritisch mit dem skandalösen Polizeieinsatz auseinanderzusetzen und muss sich den Vorwurf gefallen lassen, auf dem rechten Auge blind zu sein.“</p>
<p><a href="http://basta-wuppertal.de/basta/wp-content/uploads/2011/03/pfeffer.jpg" rel="lightbox[2184]" title="pfeffer"><img class="size-full wp-image-2186 alignleft" title="pfeffer" src="http://basta-wuppertal.de/basta/wp-content/uploads/2011/03/pfeffer.jpg" alt="" width="445" height="203" /></a></p>
<p><strong>Hintergrundmaterial:</strong></p>
<p><a title="Video bei YouTube" href="http://www.youtube.com/watch?v=MKQXmvWQw3Y" target="_blank">Video des Medienprojektes: Hallo ihr Trottel, Teil 6</a><br />
<a title="Video bei YouTube" href="http://www.youtube.com/watch?v=xjbLxolKpm4" target="_blank"><br />
Video des Medienprojektes: Hallo ihr Trottel, Nachbereitung</a><br />
<a title="Der Strafantrag im Wortlaut (pdf)" href="http://wuppertal-gegen-rechts.de/wp- content/uploads/2011/02/Strafanzeige.pdf" target="_blank"><br />
Strafantrag gegen Polizeiführung</a></p>
<p><a title="Der Strafantrag im Wortlaut" href="http://wuppertal-gegen-rechts.de/?p=137" target="_blank">Strafantrag gegen Nazis</a><br />
<a title="Hoempage des Bündnisses gegen Nazis" href="http://wuppertal-gegen-rechts.de" target="_blank"><br />
Bündnishomepage</a></p>
</div><div class="tweetthis" style="text-align:left;"><p> <a target="_blank" rel="nofollow" class="tt" href="http://twitter.com/intent/tweet?text=basta+%21+Klageerzwingung%3F+Pressemitteilung+http%3A%2F%2Fis.gd%2FG2obRL" title="Post to Twitter"><img class="nothumb" src="http://basta-wuppertal.de/basta/wp-content/plugins/tweet-this/icons/de/twitter/tt-twitter-micro3.png" alt="Post to Twitter" /></a> <a target="_blank" rel="nofollow" class="tt" href="http://delicious.com/post?url=http://basta-wuppertal.de/2011/03/klageerzwingung-pressemitteilung/&amp;title=Klageerzwingung%3F+Pressemitteilung" title="Post to Delicious"><img class="nothumb" src="http://basta-wuppertal.de/basta/wp-content/plugins/tweet-this/icons/en/delicious/tt-delicious-micro3.png" alt="Post to Delicious" /></a> <a target="_blank" rel="nofollow" class="tt" href="http://www.facebook.com/share.php?u=http://basta-wuppertal.de/2011/03/klageerzwingung-pressemitteilung/&amp;t=Klageerzwingung%3F+Pressemitteilung" title="Post to Facebook"><img class="nothumb" src="http://basta-wuppertal.de/basta/wp-content/plugins/tweet-this/icons/en/facebook/tt-facebook-micro3.png" alt="Post to Facebook" /></a> <a target="_blank" rel="nofollow" class="tt" href="http://stumbleupon.com/submit?url=http://basta-wuppertal.de/2011/03/klageerzwingung-pressemitteilung/&amp;title=Klageerzwingung%3F+Pressemitteilung" title="Post to StumbleUpon"><img class="nothumb" src="http://basta-wuppertal.de/basta/wp-content/plugins/tweet-this/icons/en/su/tt-su-micro3.png" alt="Post to StumbleUpon" /></a></p></div>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Strafantrag gegen die Polizei</title>
		<link>http://basta-wuppertal.de/2011/02/strafantrag-gegen-die-polizei/</link>
		<comments>http://basta-wuppertal.de/2011/02/strafantrag-gegen-die-polizei/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 11 Feb 2011 14:41:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Dokumentiert]]></category>
		<category><![CDATA[29.01.2011]]></category>
		<category><![CDATA[Bündnis gegen Rechts]]></category>
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		<category><![CDATA[Polizei]]></category>
		<category><![CDATA[Strafantrag]]></category>
		<category><![CDATA[Wuppertal]]></category>

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		<description><![CDATA[„Wuppertaler Bündnis gegen Nazis“ stellt Strafantrag gegen die Polizei wegen des Einsatzes für die Nazi-Demo in Wuppertal am 29.01.2011.<br /><br /><br />Wir dokumentieren die Pressemitteilung des Bündnisses]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="pf-content"><p><strong>„Wuppertaler Bündnis gegen Nazis“ stellt Strafantrag gegen die Polizei<br />
Nazi-Aufmarsch in Wuppertal beschäftigt Innenausschuss des Landtages</strong><br />
<em>Pressemitteilung</em></p>
<p>Trotz massiver Proteste der Bevölkerung haben am 29. Januar in Wuppertal rund 200 militante Neonazis einen Aufmarsch unter dem Motto »Gegen Antifaschismus und linke Gewalt!« durchgeführt. Das „Wuppertaler Bündnis gegen Nazis“ hat die Ereignisse um den Nazi-Aufmarsch und die Gegendemonstrationen ausgewertet und eine Fülle von Bild- und Tonmaterial gesichtet.</p>
<p>Danach ist deutlich geworden, dass die Polizei unter dem Kommando der NRW-Landespolizei massives Fehlverhalten an den Tag gelegt hat. Das Bündnis hat einen Fachanwalt eingeschaltet. Dieser versicherte, dass vor und während der Nazi-Demonstration zahlreiche Verbotstatbestände im Sinne des Versammlungsgesetzes vorlagen. Der von neonazistischen regionalen »Freien Kameradschaften« und der NPD Düsseldorf/Mettmann unterstützte Aufmarsch hätte deswegen längst aufgelöst werden müssen. Aufgrund fahrlässiger Unterlassungen der Ordnungskräfte stellt das „Wuppertaler Bündnis gegen Nazis“ nun Strafantrag gegen die Polizeiführung wegen „Strafvereitelung im Amt“.<br />
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Schon im Vorfeld des von »Nationalen Sozialisten aus Wuppertal« initiierten und von dem Pulheimer Nazi Axel Reitz angemeldeten Aufmarsches wurden Wuppertaler/-innen durch wiederholte Übergriffe der Nazis bedroht. Gruppen militanter Nazis machten am 29. Januar bereits vor Beginn des Aufmarsches durch gewalttätige Angriffe auf Gegendemonstranten und Passanten die Straßen unsicher. Aufrufe zu Straftaten, Gewalt- und Morddrohungen gegen demokratisch gesinnte Bürgerinnen und Bürger sowie antisemitische Hetze wurden sowohl über den Demolautsprecher als auch durch Sprechchöre der Nazis verbreitet. Darunter verbotenes nationalsozialistisches Liedgut und Parolen wie »Haut den Linken die Schädeldecken ein« oder »linkes Gezeter – 9 mm«.</p>
<p>Statt an dieser Stelle den Aufmarsch zu verbieten, setzte die Polizeiführung 1500 Polizeikräfte ein und unternahm alles Menschenmögliche, um trotz massiver Proteste und zahlreicher Gefahrensituationen den Aufmarsch zu seinem Ziel zu eskortieren. So brachte die Polizei größere Gruppen von Nazis mit Bussen zum Auftaktort und nach Ende des Aufmarschs von der Abschlusskundgebung am Hofkamp wieder fort. Auf der anderen Seite ging sie gegen zahlreiche Gegendemonstranten völlig unverhältnismäßig vor. Willkürliche, mit voller Härte durchgeführte Polizeieinsätze mit Schlagstöcken und Reitzgas begleiteten die Anti-Nazi-Proteste von Anfang an bis zu deren Ende gegen 19:00 Uhr.</p>
<p>Das breite Bündnis gegen Nazis ist sich einig: Solch skandalöse Vorfälle dürfen sich nicht wiederholen! Die schockierenden Reden, die Nazis unter dem Schutz der Polizei in Wuppertal gehalten haben, und Tendenzen innerhalb der Neonazi-Szene, die in letzter Zeit im regionalen Umfeld zu beobachten sind, mahnen zur Vorsicht. Offensichtlich soll die Stadt neben Dortmund und dem Aachener Land als weiterer nationalsozialistischer Aufmarschort erschlossen und das braune Terrain ausgebaut werden. Diesen Befund bestätigt der Nazi-Ausruf: »Ab heute ist Wuppertal braun statt rot!«</p>
<p>Die Wuppertaler Ereignisse am 29. Januar beschäftigten am gestrigen Donnerstag auch den Innenausschuss des Düsseldorfer Landtages. Dessen Vize-Präsidentin Gunhild Böth (DIE LINKE) hat dort die Kritik am Polizeieinsatz aufgegriffen und ihre Fragen an den Innenminister unter anderem auf Bildmaterial und Dokumente des „Wuppertaler Bündnisses gegen Nazis“ gestützt. Neben der gebotenen politischen Aufarbeitung des Aufmarsches verfolgt der Strafantrag des Bündnisses das Ziel, eine Polizeitaktik juristisch anzugreifen, die wie am 29. Januar gegen den Willen einer breiten Bevölkerung gerichtet war. Menschen verachtende Straftaten von Nazis dürfen nicht unter dem Vorwand billigend in Kauf genommen werden, die Versammlungsfreiheit schützen zu wollen. Das darf künftig weder in Wuppertal passieren noch anderswo!</p>
<p><a title="Der Strafantrag als pdf-Dokument" href="http://wuppertal-gegen-rechts.de/wp-content/uploads/2011/02/Strafanzeige.pdf" target="_blank"><strong>Der Strafantrag gegen die Polizei im Wortlaut als pdf zum Download</strong></a></p>
<p><em>via: <a title="Zur Seite des Bündnisses" href="http://wuppertal-gegen-rechts.de/?p=150#more-150" target="_blank">Wuppertal gegen Rechts</a></em></p>
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