<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>basta ! &#187; Stadtwerke</title>
	<atom:link href="http://basta-wuppertal.de/tag/stadtwerke/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://basta-wuppertal.de</link>
	<description>offenes aktionsbündnis wuppertal</description>
	<lastBuildDate>Tue, 22 Oct 2013 17:05:27 +0000</lastBuildDate>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>http://wordpress.org/?v=3.2.1</generator>
		<item>
		<title>Schwebebahn-Hijacking?</title>
		<link>http://basta-wuppertal.de/2012/07/schwebebahn-hijacking/</link>
		<comments>http://basta-wuppertal.de/2012/07/schwebebahn-hijacking/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 03 Jul 2012 13:26:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktionen+Erklärungen]]></category>
		<category><![CDATA[Soziales+Stadt]]></category>
		<category><![CDATA[#OP_Freifahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Nulltarif]]></category>
		<category><![CDATA[Roter Punkt]]></category>
		<category><![CDATA[Schwarzfahren]]></category>
		<category><![CDATA[Schwebebahn]]></category>
		<category><![CDATA[Stadtwerke]]></category>
		<category><![CDATA[WSW]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://basta-wuppertal.de/?p=2988</guid>
		<description><![CDATA[Extrem albern und dünnhäutig regierten die Wuppertaler Stadtwerke auf die – am Wochenende erstmals durchgeführte – «Operation Freifahrt».
<br /><br />
Der legale Versuch, durch die Anwesenheit möglichst vieler VRR-Abo-Ticket-InhaberInnen eine echte «Nulltarif-Schwebebahn» im samstäglichen Fahrplan zu etablieren, sollte durch absurde Verbote und am Ende gar durch willkürliche Hausverbote und die herbeigerufene Polizei verhindert werden. Es gelang nicht.
<br /><br />Im Gegenteil, die äußerst positive Reaktion der angesprochenen WuppertalerInnen an diesem Samstagmittag bestärkt die <a title="Homepage der Sozialticket-Initiative" href="http://roterpunkt.basta-wuppertal.de" target="_blank"><strong>Initiative «Freifahrt / Roter Punkt in Wuppertal»</strong></a> in ihrem Vorhaben, die «Operation Freifahrt» in Zukunft zu wiederholen.
<br /><br /><b>Ein Bericht zur Aktion</b>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="pf-content"><p>Es begann mit wütend vorgetragenen Verboten von Musik und Plakaten in der Schwebebahnstation Döppersberg. Es endete mit einem Polizeieinsatz im Endbahnhof Vohwinkel eine Stunde später. Der erste Probelauf der «Operation Freifahrt» konnte jedoch durch beides nicht verhindert werden.</p>
<p>Die «Operation Freifahrt», mit der durch eine direkte Intervention in den Fahrplan eine echte <a title="Aufruf der Aktion" href="http://basta-wuppertal.de/2012/06/operation-freifahrt-samstag-30-juni-11-uhr/" target="_blank"><strong>«Nulltarif-Schwebebahn» etabliert werden sollte</strong></a>, um damit gegen die geplante Bußgelderhöhung fürs Schwarzfahren und für ein echtes Sozialticket in Wuppertal zu demonstrieren und gleichzeitig möglichst vielen ein kostenloses Schweben am letzten Samstag des Monats zu ermöglichen, wurde zwar nach einer Stunde abgebrochen, doch alle MitfahrerInnen waren sich einig, dass das Ganze in Zukunft noch besser geplant und vermittelt wiederholt werden wird. Ziel der «Operation Freifahrt» ist es, durch praktische Solidarität eine kostenlos schwebende Bahn im Fahrplan zu schaffen – immer dann, wenn vielen Menschen die finanziellen Mittel für eine Schwebebahnfahrt längst fehlen, also am letzten Wochenende eines Monats.</p>
<p>Der Plan der vom Erwerbslosen- und Sozialhilfeverein <a title="Homepage von Tacheles" href="http://tacheles-sozialhilfe.de" target="_blank"><strong>Tacheles</strong></a>, dem Aktionsbündnis <strong>basta!</strong> und anderen Gruppen getragenen «Operation Freifahrt» ist so simpel wie legal: Da viele der teuer verkauften VRR-Abonnement-Tickets am Wochenende ganztags die kostenlose Mitnahme einer weiteren Person erlauben, reichen ein paar Dutzend TicketinhaberInnen aus, allen in die Bahn Zusteigenden den überteuerten Kauf eines Einzeltickets zu ersparen. Immerhin kostet die Hin- und Rückfahrt in der Preisstufe «A» den Gegenwert von anderthalb Tagen Ernährung im Hartz IV-Regelsatz. Für jene, die das Geld nicht mehr aufbringen können, wäre eine «Operation Freifahrt» sogar die einzige Möglichkeit, für den Wochenendeinkauf ins Stadtzentrum zu gelangen, ohne schwarzzufahren und in letzter Konsequenz eine Haftstrafe zu riskieren. Einzige Voraussetzung für alle, die Mitmachen wollen: Spaß am gemeinsamen Schweben.</p>
<p>Trotz der zweifelsfrei vorhandenen Fahrscheine und einem zurückhaltenden Auftreten der Aktivisten und Aktivistinnen reagierten die WSW auf die legale Aktion am letzten Samstag unsouverän und aggressiv. Kaum war der Bahnhof Döppersberg betreten und der schöne «Schwebebahn Schwarzfahrersong» aus den achtziger Jahren in den mitgebrachten Boomblaster eingespeist, tauchten die ersten Sicherheitsmenschen am Bahnsteig auf. Ultimativ forderten sie das Ausschalten des Gerätes. In der Hand hielten sie wütend zerknüllte Plakte der Initiative <a title="Homepage der Initiative" href="http://roterpunkt.basta-wuppertal.de" target="_blank"><strong>«Freifahrt / Roter Punkt in Wuppertal»</strong></a>. Auch nach einer ruhigen Erwiderung durch die Aktionsgruppe blieben die Stadtwerke bei ihrer Linie – als erstes wurde viel telefoniert und danach der Reisegesellschaft eine ständige Begleitung verpasst, die bei jedem verteilten Info-Flyer reagierte, als stünde ein Hijacking der Schwebebahn unmittelbar bevor.</p>
<p>Auch jene Aktivisten und Aktivistinnen, die zwischenzeitlich als Posten an den zentralen Stationen agierten, waren dort ständigen Schikanen ausgesetzt. Nach dem Verbot der fahrgastnahen Information auf dem Bahnsteig und dem Abdrängen vor die Bahnhöfe wurde beispielsweise umgehend das Ordnunsgamt informiert, um auch im öffentlichen Raum das Verteilen von Informationsmaterial verbieten zu lassen. Den Vogel schoß Wuppertals öffentliches Verkehrsunternehmen jedoch ab, als die «Freifahrt-Bahn» in die Endhaltestelle Vohwinkel einfuhr. Nachdem klar wurde, dass die gemeinsame Fahrt umgehend in die Gegenrichtung weitergehen sollte – was durch die Abo- und Tagestickets abgedeckt ist – wurde mit fadenscheinigen und falschen Behauptungen für die ganze Gruppe ein Hausverbot ausgesprochen. Die Begründung, es seien Flyer verteilt worden, konnte vom «Verkehrsmeister» der WSW dabei nicht individuell zugeordnet werden – er behalf sich daher unkompliziert mit einer pauschalen «Verurteilung» aller Anwesenden.</p>
<p>Vollends absurd wurde es, als als weiterer Grund für die Weigerung der Stadtwerke, die Fahrt fortzusetzen solange die Gruppe in der Schwebebahn sei, angegeben wurde, andere Fahrgäste seien am Entwerter «zum Schwarzfahren» aufgefordert worden. Persönliche Information der Kunden zu den vielfältigen Mitnahmemöglichkeiten der VRR-Abo-Tickets sind für die Stadtwerke also mit Aufforderungen zum Schwarzfahren gleichzusetzen. Wenn das mal alle wüssten, die ihre Tickets 2000 oder 1000 so teuer bezahlen müssen!</p>
<div class="mceTemp mceIEcenter">
<dl class="wp-caption aligncenter" style="width: 480px;">
<dt class="wp-caption-dt"><a href="http://basta-wuppertal.de/basta/wp-content/uploads/2012/07/op-freifahrt-bahn.jpg" rel="lightbox[2988]" title="op-freifahrt-bahn"><img class="size-medium wp-image-3003" title="op-freifahrt-bahn" src="http://basta-wuppertal.de/basta/wp-content/uploads/2012/07/op-freifahrt-bahn-470x568.jpg" alt="" width="470" height="568" /></a></dt>
</dl>
<address class="wp-caption-dd">Vorsicht bei diesem falschen &#8220;Roten Punkt&#8221;! Er ist unsozial, kalt und gar nicht solidarisch! Die OP-Freifahrt-Bahn mit WSW-Logo</address>
</div>
<p>Zu diesem Zeitpunkt war das «flyern» durch die Gruppe längst eingestellt, das Verbot jedoch kurzerhand auch auf Gespräche mit anderen Fahrgästen erweitert. Auf dieser Basis erschien letztlich auch die herbeigerufene Polizei. Während auf dem Akzenta-Parkplatz unter der Schwebebahn die lokalen Nazis ungestört ihre Hasszettelchen verteilen konnten, sollte oben, in der Schwebebahn, die Kommunikation mit den Fahrgästen und die Mitnahme Unbekannter durch eine Räumung der Bahn beantwortet werden. Gegen dieses Missverhältnis regte sich kurzzeitig ein heftiger Protest Einzelner. Die Bahn hatte mittlerweile über zehn Minuten Verspätung.</p>
<p>Erst, nachdem deutlich gemacht wurde, dass an ein freiwilliges Verlassen der Bahn nicht zu denken sei, und nachdem die beiden Polizisten die Lage selber nicht richtig verstehen konnten, gewährten die Stadtwerke eine gnädige Weiterfahrt – zurück nach Elberfeld, wo die gefährliche Gruppe erneut von Uniformierten erwartet wurde. Am Ende hätte sie noch weitere Fahrgäste über die Mitnahmemöglichkeiten der VRR-Tickets informieren können&#8230; Das Verhalten der Stadtwerke war lächerlich. Und es war dumm, wie auch der ebenfalls vom pauschalen Hausverbot betroffene und mitfahrende Aufsichtsrat des Unternehmens, Gerd-Peter Zielezinski (DIE LINKE), feststellte.</p>
<p>Die ganze Posse verdeutlicht vor allem eins: Die Wuppertaler Stadtwerke, die mehrheitlich noch immer allen WuppertalerInnen gehören, und die sich in der Lokalpresse sehr erfreut zur angekündigten Verdreifachung der Bußgelder fürs Schwarzfahren geäußert haben, schert die Not vieler Menschen einen Dreck. Ihr Zorn auf jene, die – ausschließlich im Rahmen der Beförderungsbedingungen – andere solidarisch und kostenfrei mitnehmen möchten, zeigt, dass ihre Verweigerung für eine Mobilität aller ihrer Anteilseigner einzutreten, nichts mit wirtschaftlichen Zwängen, viel aber mit Ausgrenzung zu tun hat.</p>
<p>Die, die sich die bald erneut teureren Tickets nicht leisten können – also RenterInnen, Flüchtlinge, Studierende oder Hartz IV-geschädigte Menschen – sollen gefälligst zu Fuß laufen und die Bahnen nach Möglichkeit gar nicht erst betreten. Wer sich dem nicht beugt, fliegt raus. Besser noch: er oder sie landet mittelfristig hinter Gittern – siehe die Pläne zur Bußgelderhöhung beim Schwarzfahren.</p>
<p>Auch ohne den am letzten Samstag erbrachten Beweis der Kälte und Ignoranz eines öffentlichen Verorgungsunternehmens wäre die «Operation Freifahrt» keine einmalige Sache geblieben. So jedoch – und vor allem auch nach dem großen Zuspruch durch andere Fahrgäste – fühlt sich die Initiative zum «Roten Punkt» geradezu verpflichtet, das Vorhaben in Kürze nochmals anzugehen. Die Initiatorinnen und Initiatoren sind sich sicher, dass viele Menschen mitmachen werden &#8211; kostet sie die solidarische Tat doch nicht mehr als eine verlängerte, lustige Schwebbahnfahrt.</p>
</div><div class="tweetthis" style="text-align:left;"><p> <a target="_blank" rel="nofollow" class="tt" href="http://twitter.com/intent/tweet?text=basta+%21+Schwebebahn-Hijacking%3F+http%3A%2F%2Fis.gd%2Ft7gPM9" title="Post to Twitter"><img class="nothumb" src="http://basta-wuppertal.de/basta/wp-content/plugins/tweet-this/icons/de/twitter/tt-twitter-micro3.png" alt="Post to Twitter" /></a> <a target="_blank" rel="nofollow" class="tt" href="http://delicious.com/post?url=http://basta-wuppertal.de/2012/07/schwebebahn-hijacking/&amp;title=Schwebebahn-Hijacking%3F" title="Post to Delicious"><img class="nothumb" src="http://basta-wuppertal.de/basta/wp-content/plugins/tweet-this/icons/en/delicious/tt-delicious-micro3.png" alt="Post to Delicious" /></a> <a target="_blank" rel="nofollow" class="tt" href="http://www.facebook.com/share.php?u=http://basta-wuppertal.de/2012/07/schwebebahn-hijacking/&amp;t=Schwebebahn-Hijacking%3F" title="Post to Facebook"><img class="nothumb" src="http://basta-wuppertal.de/basta/wp-content/plugins/tweet-this/icons/en/facebook/tt-facebook-micro3.png" alt="Post to Facebook" /></a> <a target="_blank" rel="nofollow" class="tt" href="http://stumbleupon.com/submit?url=http://basta-wuppertal.de/2012/07/schwebebahn-hijacking/&amp;title=Schwebebahn-Hijacking%3F" title="Post to StumbleUpon"><img class="nothumb" src="http://basta-wuppertal.de/basta/wp-content/plugins/tweet-this/icons/en/su/tt-su-micro3.png" alt="Post to StumbleUpon" /></a></p></div>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://basta-wuppertal.de/2012/07/schwebebahn-hijacking/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>2</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Das Märchen von den Verlusten</title>
		<link>http://basta-wuppertal.de/2012/02/das-marchen-von-den-verlusten/</link>
		<comments>http://basta-wuppertal.de/2012/02/das-marchen-von-den-verlusten/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 09 Feb 2012 16:15:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktionen+Erklärungen]]></category>
		<category><![CDATA[Dokumentiert]]></category>
		<category><![CDATA[Soziales+Stadt]]></category>
		<category><![CDATA[Freifahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Mobilität]]></category>
		<category><![CDATA[Roter Punkt]]></category>
		<category><![CDATA[Schwarzfahren]]></category>
		<category><![CDATA[Sozialticket]]></category>
		<category><![CDATA[Stadtwerke]]></category>
		<category><![CDATA[Wuppertal]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://basta-wuppertal.de/?p=2514</guid>
		<description><![CDATA[Die solidarische Initiative "Freifahrt / Roter Punkt in Wuppertal" teilt in ihrer heutigen zweiten Presseinformation mit, dass die Kostengründe, die zur Ablehnung des VRR-Sozialtickets im Tal geführt haben, vorgeschoben gewesen sind. Den Stadtwerken wären nach aktuellen Berechnungen keine Verluste entstanden, die nicht durch das Land NRW hätten ausgeglichen werden können.<br /><br />
Darüberhinaus kritisieren die Initiatoren und Initiatorinnen der Aktion erneut die Preisgestaltung des vom Land geförderten Monatstickets, das die Mobilität für Menschen mit geringem Einkommen sicherstellen sollte. Ein "echtes" Sozialticket müsse darüberhinaus gehen, und langfristig müsse für einen Nulltarif im öffentlichen Nahverkehr gekämpft werden. Dass das anderswo auch schon mit anderen Mitteln passiert, zeigt ein Artikel auf der <b><a href="http://roterpunkt.basta-wuppertal.de/2012/01/black/" target="blank" title="Zur Seite" rel="nofollow">"Aktions-Website"</a></b>, der auf eine Schwarzfahr-Kampagne in der spanischen Hauptstadt Madrid hinweist.<br /><br />Wir dokumentieren die Pressemitteilung im Wortlaut.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="pf-content"><p>Pressemitteilung der solidarischen Initiative &#8220;Freifahrt / Roter Punkt in Wuppertal&#8221;:</p>
<p><em><strong>Sozialticket: Nicht sozial genug</strong></em><br />
<em><strong>Keine Kosten für die teilnehmenden Kommunen, die Landesmittel reichen aus</strong></em></p>
<p>Zum Auftakt der solidarischen «Roter Punkt»-Initiative für die Einführung eines Sozialtickets in Wuppertal haben das Aktionsbündnis basta! und der Erwerbslosenverein Tacheles bereits darauf hingewiesen: Das von der Landesregierung finanzierte ÖPNV-Sozialticket reicht nicht aus. Es kann aufgrund des hohen und unsozialen Preises (29,90 €) das Grundrecht auf Mobilität nicht gewährleisten.</p>
<p>Im Hartz IV-Regelsatz eines Erwachsenen ist beispielsweise lediglich ein Betrag von 18,41 € für öffentlichen Personennahverkehr enthalten – das reicht gerade einmal für eine einzige Hin- und Rückfahrt pro Woche innerhalb des Stadtgebiets.</p>
<p>Vor dem Hintergrund des überhöhten Preises überrascht es nicht, dass das derzeitige Sozialticket in jenen Städten, in denen es eingeführt wurde, bisher nicht besonders nachgefragt ist. So haben zum Beispiel in Essen im November nur knapp 5% aller Anspruchsberechtigten ein Sozialticket der EVAG erworben.</p>
<p>Die Initiative «Freifahrt/ Roter Punkt» fordert daher ein echtes Sozialticket in Wuppertal, dessen Preis nicht höher sein darf, als der im Hartz IV-Regelsatz für «Mobilität» vorgesehene Betrag.</p>
<p>Langfristig sehen wir die Bereitstellung eines ökologisch verträglichen öffentlichen Nahverkehrs, der eine kostenlose städtische Mobilität für alle WuppertalerInnen ermöglicht, als eine gesellschaftliche Aufgabe an.</p>
<p>Doch die Geschichte der Ablehnung selbst des unzureichenden NRW-Sozialtickets durch den Rat der Stadt Wuppertal zeigt, dass es in der Lokalpolitik wenig Verständnis für die Bedürfnisse der meisten WuppertalerInnen gibt, und dass von den zwei großen Ratsfraktionen zur Zeit nicht einmal kleine Schritte zur Realisierung eines solchen Ziels gegangen werden. Dabei wird das Thema für viele Menschen immer wichtiger.</p>
<p>Die Wuppertaler Stadtentwicklungspolitik führt dazu, dass fußläufige Treffpunkte und Einkaufsmöglichkeiten immer mehr aus den Kiezen der Stadt verschwinden. Fehlt es aber an Möglichkeiten im eigenen Quartier, muss mensch sich bewegen. Für eine Teilhabe am sozialen Leben sind Viele deshalb immer öfter auf Verkehrsmittel angewiesen, die sie sich allerdings kaum noch leisten können.</p>
<p>Doch bevor es überhaupt zu einer Beschäftigung mit der Tatsache kommen kann, dass bei steigender Notwendigkeit Verkehrsmittel zu nutzen, viele WuppertalerInnen weite Wege zu Fuß zurücklegen müssen, werden mögliche Kosten und Verluste der Stadtwerke vorgeschoben – so, wie bei der Ablehnung des Sozialtickets im Stadtrat geschehen. Inzwischen steht jedoch fest, dass die zur Verfügung gestellten NRW-Landesmittel ausreichen, die den Verkehrsunternehmen entstehenden Verluste durch Zuschüsse komplett auszugleichen. Die Aussage, bei Einführung eines NRW-Sozialtickets in Wuppertal entstünden den Stadtwerken Kosten von 1,5 Mio € jährlich, entpuppt sich schlicht als Märchen. Fachleute hatten dies im Übrigen schon damals so prognostiziert. Das Märchen von den großen Verlusten reichte aber dazu aus, eine Debatte um den Nahverkehr im Tal gar nicht erst zu führen.</p>
<p>CDU und SPD im Stadtrat kämpfen stattdessen lieber vehement um die Ansiedlung eines Möbelmarktes am äußersten Stadtrand, der ohne Auto kaum zu erreichen sein wird. Das zeigt, wie unwillig die beiden großen Parteien im Stadtrat sind, sich innovativ und sozial mit dem Thema der Mobilität in Wuppertal zu befassen. Ihr Blick gilt stets und ausschließlich dem priviligierten Individualverkehr.</p>
<p>Als Initiatorinnen und Initiatoren der Aktion «Freifahrt/Roter Punkt» treten wir für einen grundlegenden Politikwechsel beim öffentlichen Nahverkehr in Wuppertal ein. Die positiven Reaktionen und die vielfältige Unterstützung der Aktion «Roter Punkt» bestärken uns darin, in den nächsten Monaten weiter daran zu arbeiten.</p>
<p>Auf unserer Webseite werden wir über weitere Aktivitäten informieren.<br />
<strong><a title="Zur Aktions-Homepage" href="http://www.roterpunkt.basta-wuppertal.de" target="_blank">www.roterpunkt.basta-wuppertal.de</a></strong></p>
<div id="attachment_2516" class="wp-caption aligncenter" style="width: 480px"><a href="http://basta-wuppertal.de/basta/wp-content/uploads/2012/02/yo-no-pago2.jpg" rel="lightbox[2514]" title="yo-no-pago2"><img class="size-medium wp-image-2516" title="yo-no-pago2" src="http://basta-wuppertal.de/basta/wp-content/uploads/2012/02/yo-no-pago2-470x213.jpg" alt="" width="470" height="213" /></a><p class="wp-caption-text">In Spanien sind die Menschen schon weiter...</p></div>
</div><div class="tweetthis" style="text-align:left;"><p> <a target="_blank" rel="nofollow" class="tt" href="http://twitter.com/intent/tweet?text=basta+%21+Das+M%C3%A4rchen+von+den+Verlusten+http%3A%2F%2Fis.gd%2FcBkHdn" title="Post to Twitter"><img class="nothumb" src="http://basta-wuppertal.de/basta/wp-content/plugins/tweet-this/icons/de/twitter/tt-twitter-micro3.png" alt="Post to Twitter" /></a> <a target="_blank" rel="nofollow" class="tt" href="http://delicious.com/post?url=http://basta-wuppertal.de/2012/02/das-marchen-von-den-verlusten/&amp;title=Das+M%C3%A4rchen+von+den+Verlusten" title="Post to Delicious"><img class="nothumb" src="http://basta-wuppertal.de/basta/wp-content/plugins/tweet-this/icons/en/delicious/tt-delicious-micro3.png" alt="Post to Delicious" /></a> <a target="_blank" rel="nofollow" class="tt" href="http://www.facebook.com/share.php?u=http://basta-wuppertal.de/2012/02/das-marchen-von-den-verlusten/&amp;t=Das+M%C3%A4rchen+von+den+Verlusten" title="Post to Facebook"><img class="nothumb" src="http://basta-wuppertal.de/basta/wp-content/plugins/tweet-this/icons/en/facebook/tt-facebook-micro3.png" alt="Post to Facebook" /></a> <a target="_blank" rel="nofollow" class="tt" href="http://stumbleupon.com/submit?url=http://basta-wuppertal.de/2012/02/das-marchen-von-den-verlusten/&amp;title=Das+M%C3%A4rchen+von+den+Verlusten" title="Post to StumbleUpon"><img class="nothumb" src="http://basta-wuppertal.de/basta/wp-content/plugins/tweet-this/icons/en/su/tt-su-micro3.png" alt="Post to StumbleUpon" /></a></p></div>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://basta-wuppertal.de/2012/02/das-marchen-von-den-verlusten/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Aktion Freifahrt / Roter Punkt gestartet!</title>
		<link>http://basta-wuppertal.de/2012/01/aktion-freifahrt-roter-punkt-gestartet/</link>
		<comments>http://basta-wuppertal.de/2012/01/aktion-freifahrt-roter-punkt-gestartet/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 10 Jan 2012 16:06:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktionen+Erklärungen]]></category>
		<category><![CDATA[basta!]]></category>
		<category><![CDATA[Dokumentiert]]></category>
		<category><![CDATA[Recht auf Stadt]]></category>
		<category><![CDATA[Soziales+Stadt]]></category>
		<category><![CDATA[Freifahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Mobilität]]></category>
		<category><![CDATA[Roter Punkt]]></category>
		<category><![CDATA[Sozialticket]]></category>
		<category><![CDATA[Stadtwerke]]></category>
		<category><![CDATA[Wuppertal]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://basta-wuppertal.de/?p=2486</guid>
		<description><![CDATA[Der Erwerbslosen- und Sozialhilfeverein <b>Tacheles</b> und <b>basta!</b> Wuppertal haben zum Jahreswechsel die solidarische Aktion Freifahrt / Roter Punkt in Wuppertal gestartet. Mit der Initiative, die sich an alle WuppertalerInnen richtet, soll für die Einführung eines Sozialtickets in Wuppertal gekämpft werden. Mobilität ist ein unveräusserliches Recht für alle Menschen!
<br /><br />
Hier dokumentieren wir die gemeinsame Presseerklärung von <b>Tacheles e.V.</b> und <b>basta!</b> zum Start der Aktion.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="pf-content"><p><strong>Pressemitteilung</strong></p>
<p>Tacheles, der Erwerbslosen- und Sozialhilfeverein und das Aktionsbündnis basta! Wuppertal starten zum Jahreswechsel die Aktion “Freifahrt / Roter Punkt”.</p>
<p>Im Sommer diesen Jahres beschloss die rot/grüne Landesregierung, die Einführung eines Sozialtickets im öffentlichen Personennahverkehr mit jährlich 30 Mio.€ zu fördern. (Für 2011: 15 Mio.€)</p>
<p>Im Rahmen eines Modellversuchs sollte dafür ein Ticket eingeführt werden, dass für berechtigte Personengruppen im Tarifbereich des Verkehrsverbunds Rhein-Ruhr (VRR) € 29,90 monatlich kostet. Ausdrücklich stellte die Landesregierung klar, dass die Förderung auch für Kommunen bereitgestellt werden soll, die bereits jetzt nur noch unter den Bedingungen eines Nothaushaltes wirtschaften können. So, wie beispielsweise auch Wuppertal.</p>
<p>Verschiedene Städte machten von dem Angebot auch Gebrauch und sorgten damit wenigstens für eine kleine Entlastung ihrer einkommensschwachen BürgerInnen.</p>
<p>Der Wuppertaler Stadtrat hingegen lehnte die Förderung des Landes für ein Sozialticket am 10.Oktober 2011 bei der Sitzung des Stadtrates mit den Stimmen von CDU und SPD ab. Mit der Begründung, dass auf die Stadtwerke durch die Einführung eines solchen Sozialtickets Kosten von bis zu 1,5 Mio.€ jährlich zukommen könnten, ließen die beiden Mehrheitsfraktionen im Rat die WuppertalerInnen buchstäblich im Regen stehen und gehen.</p>
<p>Sie nehmen mit ihrer Entscheidung bewusst in Kauf, dass unzählige Menschen weiterhin weite Wege zu Fuß gehen oder schwarzfahren müssen, weil sie sich eine Fahrkarte für die Schwebebahn oder den Bus einfach nicht leisten können.</p>
<p>«Hartz IV»-BezieherInnen, viele Rentner und Rentnerinnen, sowie Menschen mit geringen Einkommen oder AsylbewerberInnen, können die Preise für eine Fahrt von Barmen oder Vohwinkel nach Elberfeld einfach nicht bezahlen. So ist im «Hartz IV»-Regelsatz lediglich ein monatlicher Anteil von € 18,41 für «Mobilität» vorgesehen.</p>
<p>Das reicht im VRR gerade einmal für eine Hin- und Rückfahrt in der «Preisstufe A» je Woche. Viel zuwenig für eine aktive Teilnahme am sozialen Leben der Stadt.</p>
<p>basta!, das Wuppertaler Aktionsbündnis gegen das Totsparen und für das Recht auf Stadt für alle, und der Erwerbslosen- und Sozialhilfeverein Tacheles e.V. wollen die Ignoranz des Wuppertaler Stadtrates gegenüber den Bedürfnissen vieler WuppertalerInnen nicht weiter hinnehmen. Die InitiatorInnen der Aktion «Freifahrt / Roter Punkt» wollen nicht akzeptieren, dass ausgerechnet in Wuppertal die Einführung eines Sozialtickets abgelehnt wird. Immerhin wären in der Stadt mehr als 60.000 Menschen berechtigt, das Sozialticket zu nutzen. Das ist fast jede/r sechste WuppertalerIn.</p>
<p>Tacheles und basta! betonen jedoch, dass ihnen das Angebot der NRW-Landesregierung nicht weit genug geht – sie fordern auf Sicht die Einführung eines Monatstickets, das aus dem «Hartz IV»-Regelsatz auch bezahlt werden kann.</p>
<p>Oder, besser noch: einen echten Nulltarif für alle!</p>
<p>Mit der solidarischen Aktion «Freifahrt / Roter Punkt» soll auf die Stadt und die Stadtwerke ganz praktischer Druck ausgeübt werden, damit auch einkommensschwache WuppertalerInnen am Leben ihrer Stadt aktiv teilnehmen können. Mobilität ist ein unveräusserbares Recht für alle Menschen!</p>
<p><strong>Worum geht es bei der Aktion?</strong></p>
<p>Um solidarische, konkrete Hilfe im Alltag. Alle BesitzerInnen von VRR-Tickets «2000», «1000», von Semster- oder «Bären-Tickets» können werktags ab 19:00 Uhr und an Wochenenden und Feiertagen ganztags kostenlos jeweils eine Person auf ihrem Ticket mitnehmen.</p>
<p>Das Problem: Niemand, der/die an der Haltestelle steht und das Geld für eine Fahrkarte nicht zusammenbekommt, kann wissen, wer weiterhelfen könnte. Der deutlich sichtbar an der Kleidung befestigte «Rote Punkt» signalisiert: Ich habe ein entsprechendes Ticket und kann jemanden mitnehmen. Sprechen Sie mich an!</p>
<p>Es ist also ganz einfach. Den Button besorgen oder den roten Punkt aus dem ausliegenden Flyer ausschneiden, an der Jacke festmachen und einer Person, die ansonsten zu Fuß gehen müsste, kostenloses Schweben oder Fahren ermöglichen.</p>
<p>Wenn sich die Stadt Wuppertal nicht dazu durchringen kann, den Menschen durch die Einführung eines Sozialtickets zu helfen, obwohl das Land die Notlage vieler Menschen erkannt hat und dies deshalb bezuschusst, helfen wir uns selber.</p>
<p>Machen wir die Entscheidung des Stadtrates teuer! Wenn sich viele Menschen an der Initiative beteiligen und immer mehr Freifahrten untereinander organisieren, fällt das Argument möglicher Mehrkosten für die Stadtwerke mehr und mehr in sich zusammen.</p>
<p>Wir fordern von der Stadt Wuppertal als Mehrheiteignerin der Stadtwerke die Einführung eines bezahlbaren Nahverkehrstarifes für alle. Die Förderung durch das Land sehen wir als Ansporn, für das Recht auf Mobilität für alle solange zu kämpfen, bis niemand in Wuppertal mehr notgedrungen weite Fußwege auf sich nehmen muss!</p>
<p>Der «Rote Punkt» greift dabei eine Aktion auf, die in den siebziger Jahren bereits erfolgreich durchgeführt wurde. Wie damals geht es auch heute um einen alternativen selbstorganisierten öffentlichen Nahverkehr für alle Menschen.</p>
<p><strong>Teilt euch eure Tickets! Lasst Jemanden auf eurem VRR-Ticket mitfahren! Denkt daran, dass ihr euch organisieren könnt! Jedes Ticket, das nicht verkauft wird, weil ihr euch die Fahrten teilt, macht die unsoziale Entscheidung des Stadtrates teurer!</strong></p>
<p>Tacheles e.V. und basta! beginnen die Aktion zum Jahreswechsel. Seit Kurzem liegen im Stadtgebiet mehrere tausend Flyer mit «Roten Punkten» aus, eigene Buttons sind unterwegs an die Verteilstellen. Um Interssierte jederzeit auf dem Laufenden zu halten, wurde eine eigene Website eingerichtet.</p>
<p><a title="Zur Aktions-Homepage" href="http://roterpunkt.basta-wuppertal.de/" target="_blank"><strong>www.roterpunkt.basta-wuppertal.de</strong></a></p>
<div id="attachment_2488" class="wp-caption aligncenter" style="width: 480px"><a href="http://basta-wuppertal.de/basta/wp-content/uploads/2012/01/qrcode_roterpunkt.png" rel="lightbox[2486]" title="qrcode_roterpunkt"><img class="size-medium wp-image-2488" title="qrcode_roterpunkt" src="http://basta-wuppertal.de/basta/wp-content/uploads/2012/01/qrcode_roterpunkt-470x470.png" alt="" width="470" height="470" /></a><p class="wp-caption-text">QR-Link zur Aktions-Website</p></div>
</div><div class="tweetthis" style="text-align:left;"><p> <a target="_blank" rel="nofollow" class="tt" href="http://twitter.com/intent/tweet?text=basta+%21+Aktion+Freifahrt+%2F+Roter+Punkt+gestartet%21+http%3A%2F%2Fis.gd%2F4sYw6I" title="Post to Twitter"><img class="nothumb" src="http://basta-wuppertal.de/basta/wp-content/plugins/tweet-this/icons/de/twitter/tt-twitter-micro3.png" alt="Post to Twitter" /></a> <a target="_blank" rel="nofollow" class="tt" href="http://delicious.com/post?url=http://basta-wuppertal.de/2012/01/aktion-freifahrt-roter-punkt-gestartet/&amp;title=Aktion+Freifahrt+%2F+Roter+Punkt+gestartet%21" title="Post to Delicious"><img class="nothumb" src="http://basta-wuppertal.de/basta/wp-content/plugins/tweet-this/icons/en/delicious/tt-delicious-micro3.png" alt="Post to Delicious" /></a> <a target="_blank" rel="nofollow" class="tt" href="http://www.facebook.com/share.php?u=http://basta-wuppertal.de/2012/01/aktion-freifahrt-roter-punkt-gestartet/&amp;t=Aktion+Freifahrt+%2F+Roter+Punkt+gestartet%21" title="Post to Facebook"><img class="nothumb" src="http://basta-wuppertal.de/basta/wp-content/plugins/tweet-this/icons/en/facebook/tt-facebook-micro3.png" alt="Post to Facebook" /></a> <a target="_blank" rel="nofollow" class="tt" href="http://stumbleupon.com/submit?url=http://basta-wuppertal.de/2012/01/aktion-freifahrt-roter-punkt-gestartet/&amp;title=Aktion+Freifahrt+%2F+Roter+Punkt+gestartet%21" title="Post to StumbleUpon"><img class="nothumb" src="http://basta-wuppertal.de/basta/wp-content/plugins/tweet-this/icons/en/su/tt-su-micro3.png" alt="Post to StumbleUpon" /></a></p></div>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://basta-wuppertal.de/2012/01/aktion-freifahrt-roter-punkt-gestartet/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Soso. Ihr wuppt das also?</title>
		<link>http://basta-wuppertal.de/2010/06/soso-ihr-wuppt-das-also/</link>
		<comments>http://basta-wuppertal.de/2010/06/soso-ihr-wuppt-das-also/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 07 Jun 2010 13:30:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>um3000</dc:creator>
				<category><![CDATA[Freiraum]]></category>
		<category><![CDATA[Boros]]></category>
		<category><![CDATA[Polemik]]></category>
		<category><![CDATA[Stadtwerke]]></category>
		<category><![CDATA[Werbung]]></category>
		<category><![CDATA[Wuppen]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://basta-wuppertal.de/?p=703</guid>
		<description><![CDATA[Mit einigem Tamtam wurde versucht, eine äusserst blödsinnige Werbekampagne zu pushen. Mit noch blödsinnigeren Argumenten. Optimismuserzeugung durch Verbaldurchfall - ein auslaufendes Modell. Eine Erwiderung.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="pf-content"><p>Was, werter Christian Boros „wuppen“ Sie denn? Vom verbratenen Werbeetat ihres Kunden mal abgesehen?</p>
<p>Auf der Suche nach einem griffigen Claim und einer preiswerten Kampagne für ihren Kunden, der sich zur Feier seines <a title="Bericht der WZ dazu" href="http://www.wz-newsline.de/?redid=847856" target="_blank">Rekordgewinns</a> mal ein bisschen plustern will, haben Sie in ihrem Berliner Kunstbunker also in der hintersten Ecke der Guerilla-Marketing Mottenkiste mal nachgeschaut. Sicher haben Sie sich dann ´n Loch inn Kopp gefreut, als Ihre Agentur dort, zwischen all den abgelegten Adaptionen kreativen Marketings, die <a title="Handelsblatt vom 06.07.2000" href=" http://www.handelsblatt.com/archiv/werbung-ohne-produkt;308147" target="_blank">zehn Jahre alte E.ON-Kampagne</a> gefunden hat. Denn, wenn ein Haufen roter Plakate ohne Absender das hässliche Stadtbild verschönern, würde man sowas in der heimischen Provinz ganz bestimmt noch immer für „cool“ halten.  Und sicherlich würden Tausende Wuppertaler den lieben langen Tag – und den haben ja recht viele, wie die jüngste Arbeitslosenstatistik wieder gezeigt hat – nichts anderes tun haben, als zu rätseln, wer hinter der derb-fetten Kampagne steckt. Von den lichten Höhen der Hauptstadt aus kommt es einem nämlich so vor, als würden die hier alles total pornös finden, was überall sonst schon vor zehn Jahren eigentlich nur noch zum Gähnen gewesen ist.</p>
<p><span id="more-703"></span>Das muss man dann nur noch seinem Kunden verkaufen. Doch was der Mutter des Energie-Oligopols recht war, wird dem kleinen Energieversorger aus dem Jammertal schon bilig sein. Vorhandene Restzweifel möge der eigene, gut polierte Ruf als „Werbeguru“ schon beseitigen. Und sollten die Wuppertaler dann doch etwas weniger aufgeregt auf das krasse Ratespiel reagieren als erwartet, hat man ja immer noch Kontakte zur lokalen Presse, und zu früheren Leitern des Stadtmarketings, die die gewünschte Aufregung <a title="njuuz zum Thema" href="http://www.njuuz.de/beitrag7043.html" target="_blank">notfalls herbeischreiben</a> können.</p>
<p><a href="http://basta-wuppertal.de/basta/wp-content/uploads/2010/06/werber.jpg" rel="lightbox[703]" title="werber"><img class="alignright size-thumbnail wp-image-705" title="werber" src="http://basta-wuppertal.de/basta/wp-content/uploads/2010/06/werber-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Doch halt! Zum erfolgreich akquirierten Budget fehlt ja immer noch der griffige Claim. Aber war Wuppertal nicht in letzter Zeit öfter mal ein nettes Thema beim Smalltalk gewesen? Hatte man sich nicht zwischen Häppchen und Selbstweihrauch bestens erregt über die Miesepeter und Looser von der Wupper, die der Republik mit ihrem Gejammer über die kommunale Krise und ihr kaputtes Theater auf den Sack gegangen sind? Liesse sich da nicht was draus machen? Sowas total Schrilles, und Aufbauendes wie „Du bist Deutschland?“ Da waren ja auch schon Anleihen bei berühmten Vorbildern der Werbung gemacht worden. Vielleicht also „Du, Wuppertaler, du!“, oder lieber &#8216;was wie „wir machen das mit den Fähnchen“?</p>
<p>Ach, zu lang? Das passt gar nicht auf die Plakate?</p>
<p>Da muss einer der prekären Menschen beim Power-Brainstorming im Office „Wir wuppen das!“ gerufen haben. Und alle haben sich gebogen vor Lachen. Weil „wuppen“ so ein irre komisches Wort ist. Und weil es einer Werberseele noch immer als total endgeil gilt, mit sinnlosen Wortfetzen die Umgangssprache vollzumüllen. Und weil ihr euch alle gebogen habt vor Lachen, glaubtet ihr, den Spruch gefunden zu haben, der aus Ärger Freude, aus Krieg Frieden und aus Wuppertal ein zukunftsstrotzendes, dynamisches Dorf machen kann, für das man sich nicht mehr schämen muss. Und so habt ihr dann den Werbeetat „gewuppt“.</p>
<p>Doch ihr habt den Schuss nicht gehört. Denn seitdem Oberbürgermeister allen Ernstes „Sparen um zu gestalten“ auf ihre Totsparpakete schreiben, seit die Bundesregierung kommunale Kürzungen und neuerliche Beutezüge ihrer Freunde aus der Wirtschaft als „Wachstumsbeschleunigungsgesetz“ verkauft, und seit „Mehr Brutto vom Netto“ die Republik regiert, geht die Doppelung sinnentleerten Blahs den Leuten zunehmend auf die Nerven. Das enthirnte Gesabbel und die „motivierenden“ Sprüche gleichen aufmunternde Schlägen auf die Schultern der armen Schweine – bei denen der bigott Wohlmeinende aufpassen muss, nichts aus seinem Cocktailglas zu verschütten, während sich die Aufzumunternden an ihren trockenen Brotkrümeln von der „Tafel“ fast verschlucken. Sowas kommt nicht mehr so besonders gut.</p>
<p>Die Zeiten haben sich geändert. Es ist vorbei. Mit dem Wortgeklingel, das alleine schon reichen soll, bessere Laune zu verbreiten. Mit dem Glauben, dass Leute wie Christian Boros irgendetwas für die Leute dieser Stadt tun würden oder könnten. Mit der Verblödung, die noch den letzten Einschnitt in die Lebensqualität der Menschen zu einer prima Schönheitsoperation umdeuten möchte. Es ist vorbei. Vielleicht noch nicht bei allen, aber bei immer mehr Leuten schrillt bei sowas wie ihrer coolen Kampagne nur noch der persönliche Verarschungsalarm. Und die anderen, die Gutmütigen, die sitzen jetzt da, und warten darauf, das Sie das jetzt auch „wuppen“.</p>
<p>Also, Christian Boros – was „wuppen“ Sie denn? Stellen Sie den Leuten vom Ölberg, denen mit dem Freibad Mirke ihr letztes Freizeitrefugium genommen wird, ihren Pool zur Verfügung? Bieten Sie ihre teure Kunst jetzt zum Kauf an, um mit dem Erlös die Wuppertaler Kultur zu fördern? Bringen Sie wenigstens ihren vermeintlichen Kunden dazu, endlich bezahlbare Nahverkehrstickets anzubieten?</p>
<p>Also, was „wuppen“ Sie?</p>
<p>Was wir „wuppen“, wissen wir. Wir „wuppen“ den Widerstand gegen den Kahlschlag unserer urbanen Strukturen und den Ausverkauf unserer Stadt, und wir „wuppen“ die Selbstermächtigung der Wuppertaler gegen anmassende Profiteure eines Systems, das die Stadt in die Situation gebracht hat, in der sie ist.</p>
<p>P.S.: Dass ausgerechnet die Firma „Stroer“, (deren skandalös profitabler Vertrag zur Stadtwerbung mit der Stadt Wuppertal einer der vielen Gründe für die Stadt ist, auf urbane Herausforderungen hilflos zu reagieren), die Werbeträger für Ihre „coolen“ Reklameplakate stellt, ist ein Treppenwitz der besonderen Art. Wer wissen möchte, warum, kann <a title="TUNN:EL über Verwicklungen und Konsequenzen" href="http://tunnel-wuppertal.org/main/archives/69-Leichen-im-Untergeschoss.html" target="_blank">hier mal reinlesen</a>.</p>
</div><div class="tweetthis" style="text-align:left;"><p> <a target="_blank" rel="nofollow" class="tt" href="http://twitter.com/intent/tweet?text=basta+%21+Soso.+Ihr+wuppt+das+also%3F+http%3A%2F%2Fis.gd%2FTTwUNg" title="Post to Twitter"><img class="nothumb" src="http://basta-wuppertal.de/basta/wp-content/plugins/tweet-this/icons/de/twitter/tt-twitter-micro3.png" alt="Post to Twitter" /></a> <a target="_blank" rel="nofollow" class="tt" href="http://delicious.com/post?url=http://basta-wuppertal.de/2010/06/soso-ihr-wuppt-das-also/&amp;title=Soso.+Ihr+wuppt+das+also%3F" title="Post to Delicious"><img class="nothumb" src="http://basta-wuppertal.de/basta/wp-content/plugins/tweet-this/icons/en/delicious/tt-delicious-micro3.png" alt="Post to Delicious" /></a> <a target="_blank" rel="nofollow" class="tt" href="http://www.facebook.com/share.php?u=http://basta-wuppertal.de/2010/06/soso-ihr-wuppt-das-also/&amp;t=Soso.+Ihr+wuppt+das+also%3F" title="Post to Facebook"><img class="nothumb" src="http://basta-wuppertal.de/basta/wp-content/plugins/tweet-this/icons/en/facebook/tt-facebook-micro3.png" alt="Post to Facebook" /></a> <a target="_blank" rel="nofollow" class="tt" href="http://stumbleupon.com/submit?url=http://basta-wuppertal.de/2010/06/soso-ihr-wuppt-das-also/&amp;title=Soso.+Ihr+wuppt+das+also%3F" title="Post to StumbleUpon"><img class="nothumb" src="http://basta-wuppertal.de/basta/wp-content/plugins/tweet-this/icons/en/su/tt-su-micro3.png" alt="Post to StumbleUpon" /></a></p></div>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://basta-wuppertal.de/2010/06/soso-ihr-wuppt-das-also/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>10</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>
